Dramatische Szenen spielten sich am Dienstag (13. Dezember) gegen 11 Uhr vormittags in einer kleinen Wohnung in Weiten (Bezirk Melk) ab. Ein 13-Jähriger, der krankheitsbedingt von der Schule zuhause geblieben war, wollte für seine Familie gerade den kleinen Ofen im Wohnzimmer anheizen, legte Holz nach.
Weil dieses aber feucht war und unzureichend brannte, nahm der Bub eine Flasche Bio-Ethanol zur Hand, goss einen Teil davon in die Flamme.
Kurz darauf kam es zu einer lauten Verpuffung, eine Stichflamme kam dem Teenager entgegen und entzündete sein T-Shirt. Der 13-Jährige lief brennend durch die Wohnung, versuchte noch verzweifelt, sich selbst abzulöschen. Seine Mutter, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls in der Küche aufgehalten hatte, riss ihm schließlich das T-Shirt vom Leib und löschte das Feuer.
Die Mutter leistete gemeinsam mit der Schwester des Buben, die aus ihrem Zimmer angelaufen kam, umgehend Erste Hilfe und alarmierte die Rettungskräfte.
Der 13-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades im Gesicht, im Rumpfbereich und an den Oberschenkeln mit dem Rettungshubschrauber ins Donauspital nach Wien geflogen werden.