Prozess wegen schwerem und versuchtem sexuellen Missbrauch am Donnerstag am Landesgericht St. Pölten: Auf der Anklagebank: Ein 42-jähriger, vorbestrafter Lkw-Fahrer aus dem Mostviertel.
Die Staatsanwaltschaft legte ihm zur Last, sich an vier unmündigen 12- und 13-jährigen Buben vergangen zu haben. Zudem wurde dem Mann der Besitz von Bildern und die Inszenierung von Minderjährigen vorgeworfen. Der Tatzeitraum: Zwischen 2011 und 2021.
Der schmächtige Lkw-Lenker hatte laut "Kurier" erst eine siebenmonatige Haft abzusitzen, zahlt Alimente für zwei Töchter.
Reue zeigte der Angeklagte vor Gericht keine – er habe nicht gewusst, dass seine Opfer unter 14 Jahre alt waren. Das widerlegen aber gesicherte WhatsApp- und Chatnachrichten. So soll der Angeklagte einmal geschrieben haben: "Du bist 13, dir kann nix passieren."
Erst nach und nach gab der Mann laut "Kurier" zu: "Ja, ich habe gewusst, dass er 13 war." Das Urteil der Richterin: Neun Jahre Haft (nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung).