Österreich

Bulgarischer Kleinbus mit 43 Mängeln gestoppt

Heute Redaktion
13.09.2021, 16:06

Die Polizei stoppte am Montag bei Alland auf der A21 einen bulgarischer Transporter. Der Wagen war nicht nur völlig desolat, sondern auch überfüllt.

Für neun Personen wäre der bulgarische Kleinbus, den die Polizei am Montagmorgen auf der Allander Autobahn stoppte zugelassen gewesen, im Inneren drängelten sich allerdings gleich zwölf Personen – die im Endeffekt wohl glücklich sein müssten, dass sie von der Polizei angehalten wurden. Denn das Fahrzeug war eine rollende Zeitbombe. Unter den zwölf Insassen war auch eine Mutter mit einem vier Monate alten Baby.

Im Zuge der durchgeführten Lenker- und Fahrzeugkontrolle wurden die Beamten auf insgesamt 43 Mängel aufmerksam. Darunter zwei Anzeigen nach dem Gelegenheitsverkehrsgesetz (weder Konzession vorhanden noch entsprach das Fahrzeug den Verwendungsbestimmungen) und 41 nach dem Kraftfahrgesetz.

Kaputte Reifen und Bremsen

Die Beanstandungen erstreckten sich vom Nichtmitführen der Ausrüstungsgegenstände bis teils gravierenden technischen Mängeln, zwölf Mal mit Gefahr in Verzug. Eine Sitzbank war nicht befestigt, hatte auch keine Sicherheitsgurte, der Querrahmen war verzogen und aufgerissen, alle vier Reifen waren defekt, eingerissen und verbeult und der Bremskraftregler war abgerissen.

Dem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt und die Dokumente als auch die Kennzeichen vorläufig abgenommen. Die Übertretungen werden der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft Baden angezeigt. Die Sicherheitsleistungen für die gesamten Beanstandungen belaufen sich auf 7.050 Euro. Aufgrund der Dringlichkeit wurde für das im Fahrzeug ungesichert beförderte Kleinkind und dessen Mutter ein Gelegenheit zur Weiterfahrt organisiert. (min)

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