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Bulletstorm: SciFi-Shooter mit ernstem Hintergrund

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:00

Was passiert, wenn eine Eliteeinheit erfährt, dass sie Unschuldige ermordet hat? Diese Geschichte wird in Bulletstorm erzählt, und wie wir nach einigen Spielstunden herausgefunden haben, fesselt der Plot sogar so richtig. Kann das Spiel dank Kill with skill punkten?

Die Geschichte ist glaubwürdig: Der Hauptcharakter Grayson Hunt, sein bester Freund Ishi Sato, Dr. Whit Oliver und Rell Julian bilden den Elite-Söldnertrupp DEAD ECHO und führen für ihren Konföderationsgeneral Victor Sarrano jeden Befehl aus. Doch als sie während einer Mission (der ersten, die Sie spielen) auf etwas Unglaubliches stoßen, konfrontieren sie ihren Befehlshaber damit. Hat DEAD ECHO etwa gerade einen unschuldigen Reporter ermordet? Die vier Mannen verlangen Antworten und ziehen damit Sarranos Zorn auf sich. Bevor wir aber noch mehr verraten, haben wir hier einen Trailer für Sie!

Optisch hat mir Bulletstorm sehr gut gefallen, denn die Animationen, Effekte und Kameraeinstellungen in den Sequenzen zeugen von einer extrem hohen Qualität. Keine Frage, Epic Games hat hier nicht gespart, wobei sich bei der Mimik der Charaktere bestimmt noch die eine oder andere Ausdrucksmöglichkeit hätte finden lassen. Dies ist aber Mosern auf hohem Niveau, denn im Spiel selbst geht es rein nur um das Überleben bis zur nächsten Sequenz, und diese Hürde hat Bulletstorm gut gemeistert. Sei es das kurze Vorstellen von Zwischengegnern (Parallelen zu Heavenly Sword waren ab und an zu erkennen), die saftigen Explosionen oder einfach der Effekt, der beim Abkühlen der Chaingun auftritt, die heiße Luft sieht wirklich beeindruckend aus. Auch die HQ-Videos ruckeln ab und zu, was nicht sein müsste, und so bleibt ein kleines bisschen Raum nach oben für einen eventuellen Nachfolger.

Was macht Bulletstorm genau aus? Eine glaubwürdige, mitreißende Story, ein markiger Humor, triefend vor Sarkasmus, Männer unter sich und der daraus entstehende Wortwitz, ein Spielsystem, das kreative Kills belohnt anstatt ignoriert, eine höchst akzeptable Spielzeit von knapp 15 Stunden, eine klasse Optik sowie eine gelungene Soundkulisse, eine Steuerung, die Sie niemals im Stich lässt (außer, Sie haben es eilig), ein starker Mehrspielermodus mit vielen Anreizen und zu guter Letzt die Upgrade-Möglichkeit jeder einzelnen Waffe. Ja, das ist eine ganze Menge, und dieses Spiel kann sogar Nicht-Shooter davon überzeugen, dass die brutalen Spiele nicht immer einen schlechten Einfluss haben müssen ... okay, dagegen sprechen die vielen Witze am Rande des guten Geschmacks sowie die blutige Arbeit, der Sie nachgehen. Aber dennoch: Wenn Sie sich von den gerade angesprochenen Details eher angezogen denn abgestoßen fühlen, sollten Sie Bulletstorm probespielen. Suchtgefahr inklusive.

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