Ein Gericht in Costa Rica hat zwei Leibwächter des brasilianischen Topmodels Gisele Bündchen am Freitag wegen versuchten Totschlags zu jeweils fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die beiden Angeklagten wurden schuldig gesprochen, 2009 auf die Fotografen Yuri Cortez aus El Salvador und Carlos Aviles aus Costa Rica geschossen zu haben. Grund war ein Streit um Aufnahmen von Bündchens Hochzeitsempfang.
Cortez, der auch für AFP arbeitet, sowie sein Kollege hatten im Auftrag einer costa-ricanischen Zeitung am 4. April 2009 heimlich Fotos von der Feier in Bündchens Villa im Badeort Santa Teresa de Cobano geschossen. Nachdem sie erwischt worden waren, weigerten sie sich, die Speicherkarte mit den Aufnahmen herauszugeben.
Kugel ging durch Heckscheibe
Die Leibwächter versuchten daraufhin nach Aussagen der beiden Fotografen, die Ausrüstung gewaltsam an sich zu reißen. Als die Fotografen im Auto flüchten wollten, schoss demnach mindestens einer der Bodyguards auf sie. Eine Kugel habe die Heckscheibe des Wagens durchschlagen und knapp ihre Köpfe verfehlt, berichteten die Fotografen.
Die drei Richter folgten ihren Ausführungen und verurteilten die beiden 34 und 43 Jahre alten Leibwächter zudem zu umgerechnet je 7.500 Euro Schadensersatz.