Am Übungsgelände in Wr. Neustadt, konnte man kürzlich den Eindruck bekommen, dass es sich hier gar nicht um ein Training, sondern tatsächlich um einen Ernstfall handelte. Voll ausgestattet und in Uniform war eine Gruppe der Auszubildenden des Bundesheers dabei das Gelände rund um das Kleinwasserkraftwerk zu sichern und einen Angreifer zu überwältigen.
„Neben der theoretischen Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, müssen unsere Fähnriche auch immer wieder praktische Übungen absolvieren. Hier wird gerade ein Überfall auf die kritische Infrastruktur simuliert“, erklärt Oberstleutnant David Birsak, der Ausbildungsleiter.
Für das Österreichische Bundesheer ist es wichtig, unter möglichst realistischen Bedingungen üben zu können, um auf einen potentiellen Ernstfall vorbereitet zu sein. „Dafür eignen sich unsere Kraftwerke natürlich besonders gut“, freut sich EVN-Sprecher Stefan Zach über den Besuch im Kleinwasserkraftwerk.
Errichtet im Jahr 1922 ist das Kleinwasserkraftwerk Föhrenwald am Kehrbach seither ein wichtiger Eckpfeiler für die Versorgung der Region mit Ökostrom. Mit einer Leistung von 900 kW werden jährlich rund 5.300 MWh Strom erzeugt. Damit können rund 1.500 Haushalte mit Strom aus Wasserkraft versorgt werden.
„Doch nicht nur Kleinwasserkraftwerke sind ein guter Trainingsstandort. Wir haben auch schon mehrmals die Staumauer vom Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein für Abseilübungen oder auch das Kernkraftwerk Zwentendorf für diverse Trainings zur Verfügung gestellt. Einsatzorganisationen sind bei uns jederzeit herzlich willkommen“, betont Zach.