Bundesheer-Unfall: Defekte Granate schuld

Eine defekte Granate war schuld am tragischen Unfall in Allentsteig, bei dem ein Soldat starb und ein weiterer schwer verletzt wurde. Die Untersuchungskommission des Bundesheers schloss menschliches Versagen aus.
Gestern explodierte am Truppenübungsplatz Allentsteig eine Granate im Innenraum einer Panzerhaubitze vom Typ M109. Der Berufssoldat Patrick W. (20) starb, Rekrut Andreas N. (19) wurde schwer verletzt.

Eine sofort eingesetzte Untersuchungskommission des Bundesheers kam heute zu dem Schluss dass der Zünder der Granate defekt war. Generalleutnant Günter Höfler dazu: "Die Ursache war aus derzeitiger Sicht ein technisches Gebrechen am Zünder der Granate. Es handelt sich um keine menschliche Fehlleistung und keinen Ausbildungsmangel."

Zünder im Laderaum detoniert
Der Ermittlungen zufolge ist der Zünder trotz zweifacher Sicherung detoniert, als die Granate im Laderaum war. Ein Teil des Zünders explodierte, wodurch auch die Granate teilweise detonierte. Eine sogenannte "Explosionsunterdrückungsanlage" schützte die anderen drei Soldaten, die sich im Innenraum der Panzerhaubitze befanden. Bei einer Totalexplosion hätte vermutlich niemand überlebt, so Höfler.

Alle Zünder desselben Typs wurden sofort gesperrt und werden nun durch Munitionstechniker weiter untersucht.

Rekrut außer Lebensgefahr
Der schwerverletzte Rekrut Andreas N. befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr und hat die Intensivstation bereits verlassen.
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