Bunkerprojekt geplant? Küssel kaufte Keller in NÖ

Bild: picturedesk.com, privat
Gottfried Küssel und eine Vertrauensperson kauften jetzt mehrere Weinkeller in Poysdorf (Mistelbach). Was der wegen Wiederbetätigung verurteilte 61-Jährige damit vor hat, ist unklar.
Geht Österreichs ehemaliger Rechten-Frontmann jetzt gar in den Untergrund? Der durch seine „VAPO"-Führerrolle (Volkstreue außerparlamentarische Opposition), Wehrsportübungen und „Alpen-Donau-info"-Webseite bekannt gewordene Gottfried Küssel (61) wurde vor einem Jahr aus der Haft entlassen.

Bereits im Herbst 2019 sollen er und eine Vertraute sechs bis sieben Weinkeller in Wetzelsdorf (Poysdorf, Bezirk Mistelbach) gekauft haben. Die Freude von Thomas Grießl, VP-Bürgermeister von Poysdorf, hält sich in Grenzen: „Jede juristische Person darf einen Keller kaufen. Es sind aber alte, recht baufällige Keller in einer Kellergasse. Bisher wurde aber noch kein Bauantrag gestellt, Küssel verhielt sich bis dato völlig unauffällig."

Öllinger warnt

Die Grenznähe könnte indes für „Stoppt die Rechten"-Initiator Karl Öllinger eine Rolle spielen: „Man muss das genau hinterfragen und beobachten. Küssel hat einen guten Draht zu den tschechischen und slowakischen Nazis."

Übrigens: Küssel selbst hat nur einen Keller gekauft, die restlichen eine Vertrauensperson – so kam der Fall auch ans Licht. Die Unschuldsvermutung gilt.



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