Influencer Hank Ge kreiert bunte Pizzawolken in Wien

Kein reines Instagram Food: Hank Ge (l.) und Matteo Minante vereinen im Pizzalokal "Wolke" in Wien-Neubau Optik und Geschmack.
Kein reines Instagram Food: Hank Ge (l.) und Matteo Minante vereinen im Pizzalokal "Wolke" in Wien-Neubau Optik und Geschmack.Denise Auer
Wie Ausstellungsstücke werden vegane Pizzen im Schaufenster der "Wolke" präsentiert. Die Optik stimmt und der Geschmack überzeugt selbst Fleischfans. 

Im neusten Lokal von Influencer Hank Ge (Bali Brunch) darf seit Eröffnung endlich der erste Gast Platz nehmen. Weil die Eröffnung der "Wolke" in der Neubaugasse 34 auf den Beginn des vierten Lockdowns fiel, gab's seine fleischlosen Pizzen in rosa, orange, lila oder grün bisher nur geliefert und als Take-away. Ab sofort ist Montag bis Sonntag zwischen 12 und 14:30 sowie 17 und 22 Uhr geöffnet.

Als Instagram Food will Hank seine Pizzen trotz ihrer Aufmachung nicht bezeichnen: "Ich finde den Begriff abwertend. Bei uns sind Geschmack und Optik gleich gut", erklärt er beim "Heute"-Besuch. Restaurantleiterin Lara ergänzt: "Was am besten aussieht, schmeckt nicht immer am besten. Das haben wir bei unseren 1000 Testessen gemerkt."

Rote Beete Creme und Kürbis-Pizza

Während Hank und Lara das Team "Optik" vertreten, kontrolliert Matteo Minante (Pizzeria Minante), dass auch der Geschmack stimmt. Mit italienischen Pizza-Klassikern will das Trio nicht konkurrieren - obwohl ihre bunten Kreationen eindeutig das Zeug dazu haben. Verzichtet wird bis auf zwei Ausnahmen nicht nur auf Fleisch: Statt Tomatensauce kommt auf den Vollkornsauerteig aus vier Mehlen eine Creme aus roter Beete und Feigen ("Rosa Vegana" für 14,90 €) oder eine Soße aus lila Erdäpfeln und Feta ("Viola Vegana" für 15,90 €). Die vegetarische "Arancione"(13,90 €) ist die saisonale Kürbis-Pizza der "Wolke".

Pizza mit optischer Täuschung

Dass die Pizzen durch den dicken, fluffigen und überhaupt nicht harten Rand kleiner als gewohnt aussehen, ist eine optische Täuschung. In Wahrheit kommt sogar mehr Teig als üblich zum Einsatz, trotzdem ist der Boden schön dünn, wie es sich für eine neapolitanische Pizza gehört. Damit Teig und Belag nicht zerrissen werden, wird die Pizza in der "Wolke mit einer goldenen Schere zerteilt. "Das ist in Neapel ganz normal. So zerstört man den fluffigen Rand nicht", klärt Pizza-Profi Matteo auf. Die goldenen Farbe ist dabei nicht zwingend notwendig, macht sich aber auf Fotos gut.

Im Innern des Lokals ist für bis zu 25 Gäste unter einem Magnolienbaum mit echtem Stamm und Fake-Blüten Platz. Dem gewohnten Boho-Stil mit vielen Lampen ist man bei der Einrichtung treu geblieben. Am Schanigarten im Innenhof des Lokals wird noch bis zum Frühling gewerkelt.

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