Helge Schneider? Nein, Peter Simonischek. Auch, wenn die Gitarre fehlt, muss man zweimal hinschauen. Am Samstag verwandelt er sich in den schludrigen Possenreißer "Toni Erdmann" - Grund für die Transformation: der gleichnamige Film, zu Gast beim Cannes-Festival.
Helge Schneider? Nein, Peter Simonischek. Auch, wenn die Gitarre fehlt, muss man zweimal hinschauen. Am Samstag verwandelt er sich in den schludrigen Possenreißer "Toni Erdmann" – Grund für die Transformation: der gleichnamige Film, zu Gast beim Cannes-Festival.
Groß gewachsen, gepflegt, eine Erscheinung: So kennen Kulturbeflissene ihren Simonischek. Für Regisseurin Maren Ade greift der Mime aber zu falschem Gebiss, Haarfärbemittel und schlecht sitzendem Anzug – und bespaßt als Winfried die Côte d’Azur (erster deutscher Wettbewerbsfilm seit acht Jahren!).
Ernster Hintergrund des "Amoklaufs an Scherzen": Die Beziehung zu seiner in Bukarest lebenden Tochter Ines ist mehr als angespannt. Beim Spontanbesuch kommt‘s zur Eskalation, der Vater nähert sich ihr daraufhin als schräger Finanzcoach an. Eröffnet wird morgen mit Woody Allens Komödie "Café Society".
MD