Österreich

Burgenländer in Container eingeklemmt - tot

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:05

Im Südburgenland ist in der Nacht auf Mittwoch ein 62-jähriger Mann mit einem Arm zwischen die Klappen eines Altkleidercontainers geraten und ums Leben gekommen. Laut Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland sei der Pensionist erdrückt worden. Dieser Darstellung widersprach am Nachmittag das Rote Kreuz: Der zum Unfallsort gerufene Hausarzt vermutete einen Herzinfarkt, hieß es in einer Aussendung.

Der Mann aus dem Bezirk Oberwart hatte sich in der Nacht laut Polizei unbefugt auf das Gelände des Altstoffsammelzentrums in Kohfidisch begeben. Dort ist auch der Container aufgestellt, der vom Roten Kreuz Burgenland betrieben wird. Als er in den Behälter mit den Kleidungsstücken greifen wollte, dürfte der Mann ausgerutscht und mit dem Oberkörper auf den Sicherungsmechanismus für die Metallklappen gefallen sein. Dies hatte zur Folge, dass sich die Klappen schlossen.

Lediglich Arm eingeklemmt

„Der Mann ist nicht erdrückt worden, sondern es wurde sein rechter Arm im Sicherheitsmechanismus eingeklemmt“, erklärte Tobias Mindler, Sprecher des Roten Kreuzes, in einer Aussendung. Mindler hatte sich an Ort und Stelle ein Bild von der Situation gemacht. „Der Sicherheitsmechanismus kann jedenfalls nicht als Todesursache angesehen werden", so der Sprecher.

Container seien sicher

Die Container seien auf dem neuesten technischen Stand, man lege sehr großen Wert auf Sicherheit, stellte Mindler fest. Es bestehe daher keinerlei Grund zur Sorge bei der Verwendung von Altkleidercontainern, so Mindler. Im vorliegenden Fall hätten verschiedene unwahrscheinliche Faktoren zu dem tragischen Todesfall geführt. Das Rote Kreuz bedauere den Vorfall und spreche allen Freunden und Angehörigen sein Mitgefühl aus, hieß es in der Erklärung.

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