Bürger fordern mehr Überwachung am Bahnhof

Bild: Heute/Czastka
In U-Haft befindet sich jenes Mädchen (16), das am Mittwoch am Bahnhof St. Pölten mit einem Messer auf eine Jugendliche eingestochen hat. Das Opfer (16) liegt im Spital, ist außer Lebensgefahr.
Massenschlägereien, Begegnungen mit "seltsamen Gestalten" und zuletzt wieder ein Messerstich: Den Pendlern reicht es. Sie fühlen sich am St. Pöltener Bahnhof nicht mehr sicher. Mehr als 1.000 besorgte Bürger haben bereits in einer überparteilichen Online-Petition die Einrichtung einer Wachstube vor Ort gefordert. Die Unterschriftenlisten liegen auch in der Bahnhofs-Trafik auf.

Initiator Robert Linauer: "Wir wollen mehr Sicherheit haben. Ich bin 1,92 Meter groß. Und selbst ich habe schon Anpöbelungen am Bahnhof erlebt." Ähnliches berichten Schüler, die am Donnerstag am Bahnsteig warteten: "Es gibt hier Schlägereien und Drogengeschäfte. Die Polizei sollte öfters Ausweise kontrollieren", so Isa (15).

Aufgrund der aktuellen Vorfälle befasst sich am Montag auch der Gemeinderat mit dem Thema. SP-Stadtchef Matthias Stadler will Ministerin Mikl-Leitner auffordern, eine Polizeiinspektion am Bahnhof einzurichten. VP-Vize Matthias Adl schlägt vor, die Videoüberwachung auszuweiten.

 

St. Pöltner Schülerinnen in Angst

Tanja: "An manchen Tagen hat man hier in der Früh schon ein ungutes Gefühl."

Hannah: "Eine eigene Polizeistation am Bahnhof würde sicherlich viel bringen."

Helin: "Es kontrollieren schon Polizisten und wir sehen auch immer wieder Securitys am Bahnhof. Aber hundertprozentig sicher fühle ich mich nach den Vorfällen eigentlich nicht mehr. Ein Wachzimmer fehlt."
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