Linz wächst unaufhörlich weiter. Schon bald werden bis zu 230.000 Einwohner (derzeit 208.000) hier leben. Aber auch in Sachen Klima, Autoverkehr und Nachhaltigkeit wird sich in den kommenden Jahren einiges tun.
Deshalb arbeitet die Stadt an einer Stadtentwicklungsstrategie. "Sie soll die Rahmenbedingungen für die Stadtplanung festlegen, wie und wohin sich Linz entwickelt", erklärt Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ).
Gemeinsam mit Vize-Bürgermeister Markus Hein (SPÖ) und dem Architekten Andreas Kleboth präsentierte er nun die Pläne, und die sind durchaus ambitioniert.
Expertinnen und Experten werden sich um fünf Themenbereiche kümmern und dazu Strategien entwickeln.
-> Stadtwachstum: Hier beschäftigt man sich mit der Frage, wo man künftig bauen soll. Eher in den Randbereichen der Stadt oder im Zentrum (in die Höhe).
-> Stadtleben: Hier wird der Mehrwert der Stadt für die Bevölkerung in den Fokus gestellt. Dabei geht es auch um die Frage, wie man den öffentlichen Raum aufwerten kann.
-> Stadtzukunft: Die Stadt langfristig und nachhaltig auszurichten, ist das Thema dieser Gruppe. Klimagerechter Städtebau und öffentliche Anbindung sind ebenfalls wichtige Themen.
-> Stadtwirtschaft: Wie kann Linz das dynamische Wachstum sicherstellen und neue und vor allem innovative Unternehmen nach Linz holen?
-> Stadtnetzwerk: Durch die Digitalisierung hat Linz auch die Chance, sich über die Stadtgrenzen zu vernetzen. Wie diese genutzt werden, ist Aufgabe der fünften Gruppe.
Bis Juni werden nun die Konzepte erarbeitet. "Danach werden wir zu Streitgesprächen einladen", erklärt Kleboth, der das Projekt betreut, das weitere Vorgehen. Im Alten Rathaus kann jeder Interessierte mit den Experten immer mittwochs die fünf Themenbereiche diskutieren.
Doch damit noch nicht genug: Nach den Diskussionen sind die Bürgerinnen und Bürger am Wort. Die Stadt wird im Herbst 2020 einen sogenannten Bürgerrat installieren. 15 bis 20 zufällig (aber repräsentativ) ausgewählte Einwohner werden dann über die Zukunftsstrategie beraten und abstimmen. Erst danach wird das Papier dem Gemeinderat vorgelegt.