Bürgerbefragung zur "Mahü" wurde beschlossen

Die Uneinigkeiten sind beigelegt, letzte Details geklärt - zumindest so gut wie: Die Anrainerbefragung rund um die Verkehrsberuhigung der Wiener Mariahilfer Straße geht demnächst über die Bühne.

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) und die Bezirksvorsteher der beiden betroffenen Bezirke Mariahilf und Neubau, Renate Kaufmann (S) und Thomas Blimlinger (G), haben sich nach einem mehrstündigen Treffen am Montagnachmittag darauf geeinigt, die Bürger - wie angekündigt - über zwei Querungsmöglichkeiten (Webgasse/Schottenfeldgasse und Otto-Bauer-Gasse/Zieglergasse, Anm.) abstimmen zu lassen. Einzig offen ist noch, ob auch die künftige Route der Buslinie 2A zur Disposition steht.

"Es gibt Einigkeit in allen Punkten", versicherte ein Sprecher von Vassilakou. Festgelegt habe man sich sowohl bezüglich der Fragestellung als auch jenes Kreises von Anrainern, der stimmberechtigt ist.

Insgesamt rechnet die rote Bezirkschefin Kaufmann mit "ein paar Tausend" Stimmberechtigten. Geplant ist, die Stimmkarten noch im Jänner auszuschicken. Was den Auszählungsmodus betrifft, wird es ein Gesamtergebnis geben - also nicht zwei Bezirksresultate. "Denn würden wir das tun, dann hätten wir vielleicht im 6. Bezirk ein Ja und im 7. Bezirk ein Nein und dann müsste wieder die Politik entscheiden, was wir ja nicht wollen. Die Bürger sollen entscheiden", argumentierte Kaufmann.

Buslinie 2A noch offen

Eine Frage ist jedenfalls noch offen: Ursprünglich hatte es geheißen, dass auch die künftige Linienführung der Buslinie 2A abgefragt wird. Das ist nun noch nicht fix. Denn möglicherweise kann der 2A die jetzige Route trotz Umbau- und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf der "Mahü" beibehalten. Dies werde nun geprüft, erklärte der Vassilakou-Sprecher. Eine Befragung werde es nur dann geben, wenn Vorschläge für Alternativrouten nötig sind. Wenn in den nächsten Tagen wirklich alles unter Dach und Fach ist, würden umgehend die Stimmkarten verschickt, wurde versichert.

Vassilakou will die Mariahilfer Straße verkehrsberuhigen. Ein Großteil der wichtigen Shoppingmeile wird somit für Autofahrer gesperrt - Lieferverkehr ausgenommen. Querungsmöglichkeiten wird es dann - wenn überhaupt - nur mehr in den Bereichen Webgasse/Schottenfeldgasse und Otto-Bauer-Gasse/Zieglergasse geben. Bei der Präsentation der Pläne im vergangenen Herbst hatte Vassilakou angekündigt, dass die etappenweise Umsetzung des Verkehrskonzepts bereits im Sommer 2013 beginnt. Tatsächliche Umbauarbeiten sollen erst später folgen.

Zuletzt war darüber spekuliert worden, ob bei der Bürgerbefragung doch auch über die Beibehaltung des Status quo abgestimmt werden kann. Dies forderten nicht nur FPÖ und ÖVP wiederholt. Vor kurzem stimmte auch die Neubauer SPÖ einem diesbezüglichen blauen Bezirksantrag zu.

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