Bürgermeister ließ sich Baku-Reise zahlen

Jetzt spricht er von Moral: Es sei nötig gewesen, die "Trackshittaz"-Burschen nach ihrem Aus beim Song Contest aufzubauen, meint der ins Zwielicht geratene Freistädter Bürgermeister Christian Jachs (ÖVP). Wie berichtet, ließ er sich eine Reise nach Baku zahlen.

Jetzt spricht er von Moral: Es sei nötig gewesen, die "Trackshittaz"-Burschen nach ihrem Aus beim Song Contest aufzubauen, meint der ins Zwielicht geratene Freistädter Bürgermeister Christian Jachs (ÖVP). Er ließ sich eine Reise nach Baku zahlen.

Die Fakten sind klar: Jachs gibt zu, dass er sich eine Reise nach Baku zahlen ließ. Wer die Rechnungen beglich, sagt er allerdings nicht. Jetzt stellt sich die Frage: Darf sich ein Politiker einladen lassen?

Parteimanager Michael Strugl: "Wenn herauskommt, dass das Sponsoring an Bedingungen geknüpft war, gibt's Konsequenzen." Derzeit gebe es aber keinen Verdacht. Er gibt aber zu: "Die Optik ist keine gute …"

Bundes-ÖVP durchleuchtet Bürgermeister-Finanzen

Die Bundes-ÖVP ist da schon kritischer: In Wien sei man unglücklich darüber, Jachs' Verhalten wird als extrem ungeschickt bezeichnet. Erste Folge der Anschuldigungen: In Freistadt werden die Ausgaben des Bürgermeisters genau durchleuchtet.

Sehr spannend, wie uninteressiert die Landes-ÖVP unter LH Pühringer am Fall Jachs ist – zumindest in der Öffentlichkeit. Lieber schweigen, als aufklären. Einzig: Gemeindereferent Hiegelsberger stellt seinem Parteifreund einen "Persilschein" aus: "Wenn sich jemand Sponsoren sucht, ist das eine saubere Vorgehensweise."

Zur Erinnerung, Herr Landesrat aus Meggenhofen: Im 688 Kilometer entfernten Berliner Schloss Bellevue reichte schon der Verdacht des Sponsorings – und da trat immerhin ein gewisser Herr Christian W. zurück …

R. Loy und C. Prietzel

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