Ungewohnt heftige Kritik von Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) nach den Krawallen zwischen Türken und Kurden am Donnerstagnachmittag mitten am Linzer Hauptplatz. Sein Vorwurf: Die Demo der Kurden hätte gar nicht genehmigt werden dürfen.
Der Stadtchef verurteilte die auf Schärfste. Aber: Luger übt auch ungewohnt scharfe Kritik an der Polizei.
"Sie hat die zweitägige, jeweils stundenlange Kundgebung der terroristischen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) vor dem Linzer Rathaus genehmigt. Dabei habe ich bereits gestern vor einer neuerlichen Kundgebung gewarnt", sagt der Bürgermeister.
"Die Ereignisse am Nachmittag bestätigten, dass die tolerante Bewilligungspolitik der Landespolizei kontraproduktiv und mitverantwortlich für die heutige Eskalation ist", legt Luger nach. Zudem ärgert sich Luger, dass die Stadt keinerlei Informationen über die Demo erhielt.
„Die innenpolitischen Konflikte in der Türkei haben in Österreich keinen Platz. Solche Kundgebungen belasten das Zusammenleben, das ohnedies zusehends unter Druck gerät. Mich ärgert, dass die Polizei solchen Kundgebungen zustimmt. Ich erwarte mir, dass das Landespolizeikommando in Zukunft mit mehr Umsicht und Sensibilität agiert. Darüber hinaus erhoffe ich mir zeitnahe Informationen“, poltert Luger.