Bürgermeister will SMS schicken: Er kopiert Handy

Der Bürgermeister von Seattle scheint noch nicht ganz im digitalen Zeitalter angekommen und beantwortete eine Bürgeranfrage auf ganz kuriose Weise.
Seit einiger Zeit sind in den USA Politiker dazu verpflichtet auf sogenannte FOIA-Anfragen (Freedom of Information Act) aus der Bevölkerung den eigenen digitalen Nachrichtenverkehr auf dem Diensthandy offenzulegen.

Der Software-Entwickler Phil Mocek wollte wissen, was sein Stadtchef so alles verschickt und stellte jüngst genau solch eine Anfrage an Bürgermeister Ed Murray.

Mit so einer Antwort hatte er allerdings nicht gerechnet. Doch erstaunte nicht der Inhalt, sondern das Format: Anstatt eines Screenshots bekam er schlechte Fotokopien des ganzen Handys zugeschickt.

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Die Kopieraktion des Bürgermeisters sorgte für Spott und Häme. So legte das Portal "Muckrock", das auch den obigen Tweet veröffentlichte, dem Stadtchef nahe, doch "das nächste Mal einfach bei der IT-Abteilung anzurufen".



Wegen der verglasten Oberfläche des Telefonbildschirms waren die Textpassagen nur schwer erkennbar, leserlich waren sie aber allemal. Jetzt geht die Vermutung um, dass der Bürgermeister diese Methode absichtlich gewählt habe – etwa um Metadaten zu verschleiern, oder einfach weil er keine Lust hatte etliche Screenshots anzufertigen.

(rcp)

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