Burgtheater: Hartmann klagt Gutachter

Das Burgtheater geht mit voller Brutalität gegen Ex-Chef Matthias Hartmann vor. Die Anwaltskanzlei des Theater-Managers setzt sich nun gegen die "Schmutzkübelkampagne" zur Wehr.
Das geht mit voller Brutalität gegen Ex-Chef Matthias Hartmann vor. Die Anwaltskanzlei des Theater-Managers setzt sich nun gegen die "Schmutzkübelkampagne" zur Wehr. Hartmanns Anwälte zeigen jenen Gutachter an, der für die Entlassung des Ex-Burg-Chefs verantwortlich ist.

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) beauftragte einen Anwalt mit dem Gutachten. Genau jenen Mann zeigten die Anwälte um Matthias Hartmann laut "Presse" beim beim Disziplinarrat der Rechtsanwaltskammer an. Hartmanns Rechtsvertreter argumentieren, dass der Anwalt zuvor von Hartmann selbst um rechtliche Hilfe gebeten worden sei.

Die Arbeit des Rechtsanwalts habe in der Causa zwar nicht Hartmanns arbeitsrechtliche Angelegenheiten betroffen, jedoch habe sich Ostermayer bei der Begründung seines Schritts, sich von Hartmann zu trennen, auf das Rechtsgutachten des Anwalts berufen, hieß es in dem Bericht.

Am 24. Juni geht Prozess um Hartmann los

Was die arbeitsrechtlichen Belange betrifft, die zwischen dem früheren Burgtheater-Direktor und der Burgtheater GmbH gerichtsanhängig sind, wird am 24. Juni in einer ersten Runde die Klage behandelt, die der im Zuge der Finanzaffäre an der Burg fristlos entlassene Hartmann gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber eingereicht hat.

Burg klagte Ex-Chef: "Irrtum und Arglist"

Die Burg klagte ihren Ex-Chef vor dem Arbeitsgericht. Seine Vertragsverlängerung wird wegen "Irrtum und Arglist" angefochten. Und: Hartmann habe vom "Schwarzgeldsystem" von Ex-Direktorin Silvia Stantejsky "nicht bloß gewusst, sondern dieses auch zu seinem eigenen Vorteil in Anspruch genommen". "Eine Schmutzkübelkampagne, die nicht einmal gut gemacht ist", ärgern sich Hartmanns Anwälte Georg Schima und Katharina Körber-Risak.

Es werde versucht, vom eigentlichen Skandal abzulenken. Hartmann sei getäuscht worden (ihm wurde vorgegaukelt, ein schuldenfreies Haus zu übernehmen). Schuld am Defizit sei, neben Stantejsky, Bundestheaterholding-Chef Georg Springer. Die Aufklärungsversuche unter Zuhilfenahme eines externen Beraters hätten Hartmann den Job gekostet.

APA/red.
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