Burkaverbot trifft fast nur vermummte Hooligans

Touristinnen aus Saudi-Arabien sitzen in einem Restaurant. Symbolfoto
Touristinnen aus Saudi-Arabien sitzen in einem Restaurant. SymbolfotoBild: picturedesk.com

Das Verhüllungsverbot im Schweizer Tessin ist umstritten. Elf Verfahren wurden seit Anfang des Jahres eröffnet. Keines davon richtet sich gegen eine Muslima.

Vor zwei Jahren wurde im Schweizer Kanton Tessin ein Verhüllungsverbot für den öffentlichen Raum erlassen. Laut "Sonntagsblick" sind seit Anfang 2018 elf Verfahren in diesem Zusammenhang eröffnet worden.

Um eine Muslima sei es aber in keinem der Fälle gegangen, berichtet die Zeitung mit Berufung auf die Tessiner Justizdirektion.

Verteidigung "unserer Kultur"

Zehn der Verfahren richteten sich gegen vermummte Fußball- und Eishockeyfans. Im elften Fall ginge es um einen als Comicfigur "Deadpool" verkleideten Mann.

Laut Norman Gobbi, Chef des Departements für Inneres, Justiz und Polizei, führe das Gesetz zu mehr Sicherheit auf den Straßen und verteidige die Werte "unserer Kultur". Zudem seien in den Jahren 2016 und 2017 mehrere Strafverfahren eröffnet worden, die Frauen im Nikab betrafen.

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(jdr)

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