Burkini-Verbot in nö Schwimmbad

Im Schwimmbad der niederösterreichischen Gemeinde Hainfeld herrscht ab sofort Burkini-Verbot. Nur "herkömmliche" Bademode ist erlaubt, das wurde jetzt im Gemeinderat beschlossen.
Im Schwimmbad der niederösterreichischen Gemeinde Hainfeld herrscht ab sofort Burkini-Verbot. Nur "herkömmliche" Bademode ist erlaubt, das wurde jetzt im Gemeinderat beschlossen. 

Aus für islamische Ganzkörperbadeanzüge: Auf Antrag des FPÖ-Gemeinderates Peter Terzer wurde jetzt die Badeordnung im örtlichen Schwimmbad von Hainfeld angepasst: Ab sofort darf man nur mehr mit Badebekleidung in Wasser, welche den Hygienevorschriften entspricht.

Burkinis gehören nicht mehr dazu: "So wie der Text nun formuliert ist, kann sichergestellt werden, dass keine Person mit 'Burkini' das Becken betreten wird", so Terzer gegenüber der "NÖN".

Dass Männer manchmal überlange Badehosen anhaben, die ebenfalls auf keinen Fall den üblichen Hygienevorschriften entsprechen, darüber wurde nicht diskutiert. Auch über Hautuntersuchungen, wie in brasilianischen Bädern üblich, wird in heimischen Bädern nicht nachgedacht.

Sexuelle Übergriffe

Bedenken gibt es auch wegen sexueller Übergriffe im Bad: Laut Terzer greifen die jetzigen Sicherheitsmaßnahmen viel zu kurz. SP-Bürgermeister Albert Pitterle kann das nicht nachvollziehen: "Unser Bademeister sorgt für Sicherheit und ist angewiesen, jeglichen Vorfall anzuzeigen. Unser Bad ist auch von der Größe her überschaubar."
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