Eine sechsköpfige Bubi-Bande aus dem Bezirk Tulln musste am Donnerstag wegen Raubes, Körperverletzung, Diebstählen in Sankt Pölten vor Gericht. Die Teenager (drei Österreicher, zwei Tschetschenen, ein gebürtiger Äthopier; 14 bis 17 Jahre) sollen in der S-Bahn in Klosterneuburg zwei Burschen ausgeraubt haben. Beute: Geld und Smartphone.
Ein weiteres Opfer hatten sie im Bezirk Tulln zusammengeschlagen, raubten Geld und Handy. Im In-Café Schubert versuchten sie im März 2020 einzubrechen, wurden dabei aber von einem vorbeikommenden Polizisten "gestört". Aufs Konto der Bande gingen laut Anklage zahlreiche Diebstähle in Gasthäuser, Fast-Food-Lokalen und Geschäften zwischen Dezember 2019 und Juni 2020.
Weiter war ein Teil der Angeklagten in einen Raufhandel vor dem Warehouse St. Pölten verwickelt. Und ein Bursche lud ein Video auf Snapchat hoch, wobei er mit einem Revolver hantierte.
Ein Tschetschene war erst gestern aus der U-Haft entlassen worden - er und sein Kollege erschienen nicht zum Prozessauftakt um 8.30 Uhr. Denn das Duo saß gerade auf der Polizei in Tulln, war beim Fahren mit einem gestohlenen Auto erwischt worden. Die Exekutive eskortierte das Duo schließlich zum Prozess.
Die Jugendlichen zeigten sich wenig geständig, gaben nur zu, was nicht zu leugnen war. Die Urteile: Freispruch für einen Österreicher (16), 14 Monate bedingt für einen 14-jährigen Österreicher, sechs Monate bedingt für einen zum Tatzeitpunkt 14-Jährigen Tschetschenen, 15 Monate bedingt für einen 17-jährigen Tschetschenen, 20 Monate teilbedingt für den Austro-Ätophier (davon sechs Monate unbedingt). Diese Urteile sind alle rechtskräftig. Ein 16-jähriger, vorbestrafter Österreicher fasste zwei Jahre unbedingte Haft aus - nicht rechtskräfitg.