Bursch verlor Finger durch Böller bei Krampuslauf

Die 5 Angeklagten kam glimpflich davon.
Die 5 Angeklagten kam glimpflich davon.Bild: Daniel Schreiner
Fünf junge Männer mussten gestern in St. Pölten vor Gericht: Sie hatten Böller in Tschechien erworben, einer gab dann bei einem Krampuslauf einem 16-Jährigen irrtümlich einen Böller in die Hand.
Blutig hatte ein Krampuslauf am 1. Dezember für einen erst 16-Jährigen geendet: Der junge Krampus hatte einen Böller statt eines Bengalfeuers in die Hand gedrückt bekommen. Der Böller explodierte in der Hand, der 16-Jährige verlor einen Daumen, Teile des Ringfingers und erlitt zwei Fingerbrüche ("Heute" berichtete).

Am Dienstag saßen in Summe fünf Angeklagte (2 Erwachsene, 3 Jugendliche) wegen fahrlässig schwerer Körperverletzung in Sankt Pölten auf der Anklagebank. Vor Gericht wurde das Unglück nochmal genau besprochen: Das Feuerwerk war in Tschechien gekauft worden, neben Bengalfeuer für den Lauf hatte ein Angeklagter noch privat einen Böller gekauft. Die golden umrahmten Bengalen wurden dann noch mit schwarzem Klebeband überdeckt (Anm.: aus optischen Gründen), dann wurde das Sackerl mit den Bengalen und einem Böller im Vereinshaus im Bezirk Lilienfeld hingestellt, dort stand es mehrere Tage. Und dem 16-Jährige wurde dann statt eines Bengalen ein Böller in die Hand gedrückt.

Diversion für alle 5

Der Vorwurf der groben Fahrlässigkeit fiel vor Gericht weg, der Richter: "Das war ein tragisches Missverständnis". Die fünf Angeklagten kamen alle mit einer Diversion davon: Die beiden Erwachsenen müssen je 160 Sozialstunden leisten sowie je 1.000 Euro an das Opfer zahlen, die beiden 16-Jährigen müssen je 120 Sozialstunden abarbeiten und dem Opfer je 500 Euro geben, der jüngste Anklagte (15) muss 100 Sozialstunden leisten und 500 Euro ans Opfer zahlen. (Lie)





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