Die deutsche Polizeibehörde Soest in Nordrhein-Westfalen veröffentlichte am Montag eine Presseaussendung mit dem Titel "Die Kunst Ruhe zu bewahren". Und der Titel könnte nicht passender sein! Denn bei der Kontrolle eines 15-jährigen Burschen mussten die Beamten einiges einstecken und wurden wüst beschimpft.
Warum der Jugendliche von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde, ist schnell erzählt. Die Beamten waren am Sonntag zu einem Firmengebäude beordert worden, da vier Jugendliche die dortigen Jalouisen beschädigt hatten. Als die Teenies die Beamten sahen, versuchten zwei von ihnen zu flüchten. Sie konnten aber schnell von der Polizei gestellt werden.
Ein 15-Jähriger stach aber aus der Menge heraus und trat den Beamten gegenüber äußerst aggressiv auf. Ausweisen wollte sich der junge Mann ebenfalls nicht. Als die Polizisten ihm erklärten, sie würden ihn durchsuchen ging der 15-Jährige direkt auf einen Beamten los und schubste diesen zurück. Daraufhin wurde der Jugendliche zu Boden gebracht und fixiert.
Im Polizeigewahrsam wurde der Bursch aber nicht ruhiger - im Gegenteil! Er kam offenbar erst so richtig in Fahrt und packte sein Archiv an Beleidigungen aus. Er beleidigte die Beamten unter anderem mit: "Ihr H****söhne", "Ich f**** eure Mütter", "deine Mutter ist eine H***", Ihr verf***ten Bullen" und anderen Titulierungen.
Auch der hinzugezogene Arzt bekam einiges zu hören. So wurde er bei einer Blutprobenentnahme etwa als "Fo**e" bezeichnet. Neben Alkohol (1,24 Promille) hatte der 15-Jährige auch noch andere Drogen im Blut. Als er nach 22.00 Uhr seiner Mutter übergeben wurde, verabschiedete er sich von den Beamten ganz "höflich" mit "Fo***nkinder" und ihr "H***n".
Die anderen drei Jugendlichen im Alter von 15 und 18 Jahren wurden nach der Personalienfeststellung beim Firmengebäude übrigens wieder entlassen. Der Sachschaden an den vier beschädigten Jalousien wird auf etwa 4.000 Euro geschätzt.
"Der Bedarf an Beleidigungen wurden bei den Polizisten für die nächste Zeit komplett gedeckt. Die Kunst dabei ist - die Ruhe zu bewahren!", berichtet die Polizei abschließend. Ein schönerer Schlusssatz wäre uns nicht eingefallen!