Busen-OP: "Ich lebe mit zwei Gift-Implantaten im Kör...

Vor elf Jahren ließ sich Manuela B. in Bratislava ihre Brüste vergrößern - mit Einlagen von PIP. Die französische Firma verkaufte bis zum Medienskandal 2011 Implantate, die leicht platzen.

Vor elf Jahren ließ sich Manuela B. in Bratislava ihre Brüste vergrößern – mit Einlagen von PIP. Die französische Firma verkaufte bis zum Medienskandal 2011 Implantate, die leicht platzen.

"In mir tickt eine Zeitbombe", sagt Manuela B. mit traurigem Unterton. Die 39-Jährige leidet seit Jahren unter Schmerzen, hat auch schon Zysten in der Brust. Schuld sind Silikon-Implantate, die langsam auslaufen. Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) würde zwar die Entfernung der Giftbomben, aber nicht das Wiedereinsetzen von neuen Implantaten zahlen: "Die Kostenübernahme für die Entnahme der Implantate wurde im Juni bewilligt. Für einen Aufbau liegt aber kein medizinischer Grund vor", heißt es seitens der WGKK.

Natürlich könnte die Floridsdorferin die Implantate auf Kosten der WGKK entfernen lassen, abwarten, bis die Wunden verheilt sind und dann – privat – wieder neue einsetzen lassen: "Das würde aber 7.000 Euro kosten. Das Geld habe ich nicht", erklärt Manuela B. Günstiger kommt es, wenn sie alles auf einmal erledigt. Selbst dann müsste die 39-Jährige aber 2.500 Euro hinblättern: "Ich spare jetzt, bis ich die Summe zusammenhabe. Bis dahin bleiben die giftigen Implantate in meinem Körper."

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