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Busfahrer fährt nach Schlaganfall einfach weiter

Der Mann war nach einem Schlaganfall nicht mehr ansprechbar und fuhr einfach immer weiter. Mehrere Schulklassen entgingen nur knapp einem Unglück.
Heute Redaktion
13.09.2021, 21:42

Die 73 Insassen eines deutschen Reisbusses aus Baden-Württemberg hatten Freitagfrüh ausgesprochenes Glück und entgingen nur knapp einem drohenden Unglück.

Der Doppeldecker war in den Morgenstunden bei der gewerblichen Schule Backnang gestartet und sollte 72 Schüler und Lehrer zur Wintersportwoche in die Berge bringen.

Gegen 6 Uhr früh alarmierte eine Lehrkraft per Handy den Polizeinotruf: Der Bus wäre mit geöffneten Gepäckklappen losgefahren und der Fahrer reagiere auf Ansprache nicht mehr und würde einfach immer weiter fahren. Auch auf Hupzeichen anderer Autofahrer reagiere der Mann auch nicht mehr.

Die Winnender Polizei trat auf der B14 die Verfolgung des Reisebusses an. Der Versuch mit Blaulicht und "Bitte Folgen" Zeichen den Doppeldecker von der Bundesstraße zu lotsen oder zu stoppen scheiterte zunächst.

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Chaffeur fuhr 15 Kilometer einfach weiter

Der Bus passierte mehrere Ausfahrten und brauste mit einer Geschwindigkeit von ca. 60 bis 80 km/h in Richtung Stuttgart weiter. Erst nach etwa 15 Kilometern gelang es schließlich den Lehrkräften auf den Busfahrer so einzuwirken, dass dieser abbremste und das Fahrzeug auf dem Verzögerungsstreifen zum Stehen brachte.

Während die Polizeibeamten den Fahrer sofort nach draußen verbrachten, konnte das Wegrollen des Busses von einem Lehrer vermieden werden, indem er sich ans Steuer setzte und die Bremse aktivierte. Der Busfahrer wurde umgehend notärztlich versorgt und in eine Klinik verbracht – er dürfte einen Schlaganfall erlitten haben. Ein Ersatzfahrer des Busunternehmens hatte den Bus in der Folge weggefahren. Die Skiausfahrt nach Kenntnisstand der Polizei abgebrochen.

(red)

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