Bushido soll zu Brand in seiner Villa angestiftet haben

Der Rapper beging angeblich Versicherungsbetrug im großen Stil.
Der Rapper beging angeblich Versicherungsbetrug im großen Stil.
Reuters
Der Rapper Bushido soll Versicherungsbetrug im großen Stil begangen und einen Komplizen angestiftet haben, ein Feuer in seiner Villa zu legen.

Im Prozess gegen seinen einstigen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker hat Bushido eine neue Rolle gefunden: die des Opfers, das von seinem "Best Buddy" jahrelang kontrolliert, bedroht und um Millionen betrogen wurde. Doch Recherchen des Magazins "Stern" legen nahe, dass Anis Mohamed Youssef Ferchichi – so Bushidos bürgerlicher Name – nicht zuletzt "der gelehrige Schüler" seines damaligen Kumpels war. Zwischen 2013 und 2015 habe Bushido eine regelrechte Pechsträhne erlebt, schreibt der "Stern". Während einer Bootstour im Frühjahr 2013 in Potsdam wollte er seiner Schwiegermutter demnach ein Diamanten-Armband rüberreichen – Wert: wohl rund 235.000 Euro. Das gute Stück landete angeblich im Wasser und der Fall bei der Versicherung. Fotos, die dem "Stern" vorliegen, lassen allerdings Zweifel an dieser Version aufkommen. Auf einem Bild liegt ein Armband mit 35 identisch geschliffenen Steinen, das genauso aussieht wie das ins Wasser geplumpste Schmuckstück, auf einer Ausgabe der Zeitschrift "Muscle & Fitness" vom Dezember 2017 – erschienen viereinhalb Jahre nach dem Missgeschick auf der Havel.

Polizei vermutet Brandstiftung

Noch im selben Jahr hatte Bushido erneut Pech – zumindest erscheint es so auf den ersten Blick. Im Dezember 2013 brannte es im Dachstuhl seiner Villa in Kleinmachnow, dem Nachbarhaus seines damaligen Kumpels Arafat Abou-Chaker. Die denkmalgeschützten Gebäude wurden in dem Jahr aufwändig saniert. Aber weil die Flammen die Bausubstanz zerstört hatten, konnte der Bauherr die Auflagen des Denkmalschutzes nicht mehr einhalten. Der Schaden wurde der Versicherung gemeldet. Die Polizei vermutete Brandstiftung, ohne einen Tatverdächtigen ermitteln zu können. Allerdings schaltete sich Arafat Abou-Chaker ein und nahm auf seinem Handy heimlich ein Gespräch mit einem vermeintlichen Mittäter auf, das einem Quasi-Geständnis gleichkommen soll. Das Handy stellte später die Berliner Polizei sicher und schickte den Mitschnitt der Staatsanwaltschaft in Potsdam. Nach "Stern"-Informationen hat sie Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Brandstifter sowie den mutmaßlichen Anstifter Bushido eingeleitet.

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