Busse von Rost zerfressen: Oldtimer-Fahrzeuge helfen

Der Oldtimer aus dem Jahr 1957 sorgte für jede Menge Begeisterung
Der Oldtimer aus dem Jahr 1957 sorgte für jede Menge BegeisterungBild: Facebook/ Pro Obus Salzburg

In der Stadt Salzburg können derzeit viele Busse aufgrund von Rostschäden nicht gefahren werden. Daher werden die Fahrgäste nun mit Oldtimern aus dem Museum transportiert.

Die Stadt Salzburg lässt Oldtimer-Herzen derzeit höher schlagen und sorgt für staunende Augen bei den Fahrgästen der öffentlichen Verkehrsmittel.

So dreht unter anderem ein Obus aus dem Jahr 1957 seine Runden durch die Stadt, berichten die Salzburger Nachrichten. Das Fahrzeug hatte seinen Dienst ursprünglich schon eingestellt und verbrachte seine wohlverdiente Pension in einem Museum.

Doch nun greift die Salzburg AG wieder auf die klassischen Fahrzeuge zurück und bringt ihre Passagiere sicher zu den Haltestellen. Die Aktion, so großartig sie für die Fahrgäste und Oldtimer-Fans auch ist, hat allerdings einen ernsten Hintergrund.

Rost macht neuen Bussen zu schaffen

Denn der Rost macht den "neuen" Bussen der Betreiber schwer zu schaffen und macht sich an den Fahrzeugen zu schaffen. So können derzeit viele Fahrzeuge nicht verwendet werden, da diese zu starke Rostschäden haben.

Die Salzburg AG hatte aber schnell die Lösung und holte die Oldtimer aus den Museen aus ihrem Winterschlaf. Bei den Passagieren sorgen die Klassiker von damals jedenfalls für jede Menge Begeisterung und Blitzlichtgewitter.

Die Busse sind ein beliebtes Bildmotiv. Nicht nur für die Einheimischen selbst, sondern auch für die vielen Touristen."Ich muss dann noch ein Foto machen, weil das glaubt mir keiner. Das ist das Älteste, was die Salzburg AG zu bieten hat", so ein Fahrgast gegenüber den Salzburger Nachrichten.

Holzsitze, Mündliche Durchsagen

Während die Fahrgäste sichtlich ihre Freude mit den Bussen haben, stellen die Fahrzeuge die Chauffeure aber vor eine echte Herausforderung. Sie müssen nicht nur die Haltestellen selbst durchsagen, auch das Türöffnen gestaltet sich schwieriger als heute.

Auch der Komfort hat sich ein wenig geändert. Denn statt gepolsterte Sitze gibt es nun Holzbänke. Zudem sind die Oldtimer deutlich lauter als ihre Nachfolger. Doch das nehmen die Passagiere gerne in Kauf. Immerhin hat man nicht jeden Tag die Möglichkeit in so einem Klassiker durch die Gegend chauffiert zu werden.

Alles nur Show?

Wie die Salzburger AG gegenüber Salzburger Nachrichten mitteilte, sei der Bus im Vorfeld der "Langen Nacht der Museen" im Rahmen einer "Einstellungsfahrt" unterwegs gewesen. Die Obusse würden generell bei Ein-und Aussetzfahrten "immer zusätzlich im Personenverkehr verwendet", wird die Unternehmenssprecherin zitiert.

Für die Fahrgäste spielte dieser Umstand aber ohnehin keine Rolle. Sie waren von der Aktion sichtlich begeistert und drehten gerne die eine oder andere Runde mehr. (red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Salzburger FestspieleGood NewsMaria Theresia von ÖsterreichArpad Busson

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen