Bei einem Vorrunden-Aus wäre der noch zwei Jahre laufende Vertrag vorzeitig kündbar gewesen. Diese Klausel hatten DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler in die Vereinbarung des Bundestrainers eingebaut - für den Fall der Erfolglosigkeit wie bei den einst langfristig gebundenen Joachim Löw und Hansi Flick.
Die Fans der DFB-Elf träumen nach dem 2:0 gegen Ungarn schon vom Finale. "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", schallte es durch Stuttgart.
Nagelsmann reagierte mit einem verschmitzten Lächeln, nachdem er sich von Freundin Lena ein Siegerbusserl abgeholt hatte: "Ich singe nicht mit, ich muss meinen Job machen. Aber die Atmosphäre finde ich super, es herrschte eine geniale Stimmung schon vor dem Spiel, beim Fanmarsch am Hotel vorbei waren extrem viele Menschen, auch beim Einsteigen in den Bus."
"Das gibt ein gutes Gefühl - auch, als im Stadion während des Spiels die Nationalhymne gesungen wurde, dass war ein emotionaler Moment, das hilft. Wir haben den Spielern Bilder aus Hamburg gezeigt, dort waren viele Fans auf den Straßen, das freut uns. Die Fans dürfen alle träumen, unser Job ist es, sie weiter träumen zu lassen", so der 36-Jährige.
Stürmer Niclas Füllkrug freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer. Nagelsmanns Einfluss, sagte er nach dem 2:0 gegen Ungarn, "ist schon groß, er hat schon viele wichtige Entscheidungen getroffen, auch einige Sachen verändert und uns eine Idee mitgegeben, die zu uns passt, die auch nicht zu kompliziert ist. Man sieht, dass wir ganz gut aufgestellt sind."