Buwog: "Lügen, vernebeln, verschleiern"

Angeklagter Karl-Heinz Grasser
Angeklagter Karl-Heinz GrasserPicturedesk
Jetzt wurde mit Karl-Heinz Grasser und seinen Amigos abgerechnet. Es gab keine Kulanz, da die Beschuldigten unehrlich gewesen sein sollen.

Finale im Grasser-Prozess. Am Dienstag rechneten die Oberstaatsanwälte Alexander Marchart und Gerald Denk in ihren Plädoyers mit dem Ex-Finanzminister und seinen Amigos Walter Meischberger, Peter Hochegger und Ernst Plech ab. Für die langen Ermittlungen (elf Jahre) und den Marathon-Prozess (drei Jahre) gab es keine Kulanz.

Denn seit beim Buwog-Verkauf fast zehn Millionen Euro Schmiergeld geflossen sind, würden die Beschuldigten "lügen, vernebeln und verschleiern", um die Spuren von Amtsmissbrauch, Untreue und Betrug zu verwischen. Auf den verschlungenen Wegen des Schmiergelds fanden die Ankläger dennoch viele Marker auf "ein Verbrechen von unglaublicher Tragweite".

Indizien, die zu Grasser führen, füllten gestern zwei Stunden. Die Schöffen zogen die Brauen hoch. Dafür sackten im Stakkato von Hinweisen auf Scheinverträge und Geldflüsse Grassers Schultern im Brioni-Anzug ab wie die Mundwinkel darüber. Im Fall eines Schuldspruchs droht lange Haft. Am Mittwoch werden Grassers Anwälte die Ankläger kontern.

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