Gegen Abstiegskandidat Stuttgart lag der BVB nach Treffern von Sebastien Haller (26.) und Donyell Malen (33.) bereits mit 2:0 in Front, war nach Gelb-Rot gegen Konstantinos Mavropanos (39.) in nummerischer Überzahl. Doch Tanguy Coulibaly (77.) und Josha Vagnoman (84.) glichen aus. Nach dem neuerlichen BVB-Führungstreffer durch Giovanni Reyna (92.) griff der BVB bereits nach dem Sieg. Silas Katompa Mvumpa gelang für die tapfer kämpfenden Schwaben aber der 3:3-Endstand in der 97. Minute.
Ein Nackenschlag für die Schwarz-Gelben, die mit einem "Dreier" zu den Münchnern aufschließen hätten können. Nun liegen nach wie vor zwei Zähler zwischen den beiden Titel-Konkurrenten.
Deshalb zeigte sich Dortmund-Coach Edin Terzic nach dem vergebenen Sieg gegen zehn Stuttgarter gezeichnet. "Wir haben eine riesige Chance liegen gelassen, mir fällt es schwer, die Worte zu finden, warum es passiert ist. Wir dachten, dass wir mit der Niederlage gegen Werder Bremen (Dortmund verspielte in den letzten Minuten eine 2:0-Führung, verlor mit 2:3, Anm.) schon das Dümmste in dieser Saison erlebt haben. Aber das hier toppt das noch einmal", schäumte der BVB-Coach nach dem Spiel bei "Sky".
"Wir hatten schon einmal davor Glück. Wenn man ehrlich ist, hätten wir fast vier Tore gegen eine Mannschaft in Unterzahl kassiert", blickte Terzic auch auf einen wegen einer Abseitsstellung nicht gegebenen Stuttgart-Treffer.
Bei "Sport1" wurde Terzic dann noch deutlicher. "Es ging in der Halbzeit darum, dass wir die Tür öffnen für den Gegner, wenn wir aufhören, ins Gegenpressing zu gehen. Das Allerwichtigste ist, das ganze durchzuziehen, Das haben wir nicht geschafft. Deshalb sind wir heute die Jungs, über die ganz Deutschland lacht", fand der BVB-Trainer knallharte Worte. "Ich bin einfach bitterenttäuscht und sauer über das, was heute passiert ist", schloss der sichtlich geknickte BVB-Trainer.