Wildtiere

Bye, bye Eisbär - jetzt hat sein Ende ein Datum

Ein großes Desaster, aber auch ein paar Lichtblicke. Während sich manche Tierbestände erholen konnten, stehen andere kurz vor der Ausrottung.

Christine Kaltenecker
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Während sich die Bestände bei manchen Tieren erholen, kommt es für andere Lebewesen zum Zusammenbruch. <br>
Während sich die Bestände bei manchen Tieren erholen, kommt es für andere Lebewesen zum Zusammenbruch.
©WWF, Bildmontage Heute

Die Kids können wohl noch jahrelang zu "Fridays for Future"-Demos laufen - solange wir um 40 Euro um die halbe Welt fliegen können und mit einem Luxusdampfer in See stechen müssen, wird sich trotz gutem Willen an der Erderhitzung, dem Flächenfraß, der Überfischung und Wilderei nichts ändern. Die Naturschutzorganisation WWF spricht von einer "katastrophalen Zuspitzung des weltweiten Artensterbens" und fordert einen nationalen, sowie internationalen Naturschutzpakt. Wenn die Trendwende nicht (gestern!) eingeleitet wird, könnten in den nächsten Jahrzehnten bis zu einer Million Arten unwiderruflich aussterben.

In der ersten Bildergalerie machen wir auf die "Verlierer" aufmerksam, die unsere nächste Generation wohl nicht mehr kennen wird...

    <strong>Afrikanische Waldelefanten</strong>: Den Afrikanischen Waldelefanten, der in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas lebt, führt die Rote Liste nun als „vom Aussterben bedroht“. Die Bestände brachen um mehr als 86 Prozent innerhalb von 31 Jahren ein.
    Afrikanische Waldelefanten: Den Afrikanischen Waldelefanten, der in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas lebt, führt die Rote Liste nun als „vom Aussterben bedroht“. Die Bestände brachen um mehr als 86 Prozent innerhalb von 31 Jahren ein.
    Thomas Nicolon / WWF

    Ein paar Lichtblicke

    Überall dort, wo Menschen aktiven und intensiven Arten- und Naturschutz betreiben kommt es auch zu positiven Veränderungen. Paradebeispiel ist unser Wappentier, der Seeadler, aber auch die seltenste Katze der Welt, der Iberische Luchs erholt sich langsam. Eine besondere Überraschung war allerdings der zufällige Fund von Jungtieren des Siam-Krokodils in Kambodscha, welches man über zehn Jahre erfolglos gesucht hat.

    Hier die "Gewinner":

      <strong>Seeadler:</strong> Im Jahr 2000 galten die Seeadler in Österreich bereits als ausgestorben.
      Seeadler: Im Jahr 2000 galten die Seeadler in Österreich bereits als ausgestorben.
      ©WWF

      Neue Artenschutzabkommen sind notwendig

      Der Programmleiter International des WWF Österreich, Georg Scattolin spricht klare Worte: „Ist die Erde krank, werden es auch die Menschen. Wir sind auf vitale Ökosysteme und die Artenvielfalt für das eigene Überleben angewiesen. Die neue Biodiversitätsstrategie in Österreich und ein global verbindliches Artenschutzabkommen müssen ambitioniert und verbindlich werden, um unsere Lebensgrundlagen zu sichern“. Für das kommende Jahr fordert die Umweltschutzorganisation daher einen nationalen Aktionsplan und internationalen Naturschutzpakt.