Politik

BZÖ könnte bis Herbst das Handtuch werfen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:11

Das BZÖ verordnet sich einen "ergebnisoffenen Nachdenkprozess" darüber, ob es weiterbestehen soll, so Bündnisobmann Gerald Grosz. Als Deadline nannte er den Herbst: "Bis dahin sollen Fakten geschaffen werden. Wir werden uns entscheiden, ob und wenn, dann wie es das BZÖ weiter geben wird."

Das BZÖ verordnet sich einen "ergebnisoffenen Nachdenkprozess" darüber, ob es weiterbestehen soll, so . Als Deadline nannte er den Herbst: "Bis dahin sollen Fakten geschaffen werden. Wir werden uns entscheiden, ob und wenn, dann wie es das BZÖ weiter geben wird."

Der Parteivorstand habe sich mit dem "desaströsen" und möglichen Konsequenzen befasst, nun soll ein "umfassender Diskussionsprozess" bis Herbst die Zukunft des Bündnisses klären. Das Wahlergebnis "war die logische Konsequenz von zwölf verlorenen Wahlen in Serie seit dem Jahr 2008", so der Bündnisobmann.

Es sei nicht klar gewesen, wofür das BZÖ stehe, "die Wähler haben auch nicht gewusst, warum man uns wählen soll". Bei den kommenden Gemeinderatswahlen in Kärnten, Oberösterreich und Steiermark will Grosz dennoch kandidieren. Er betonte auch: "Mein Herz schlägt weiterhin für das BZÖ, und ich wüsste auch keine andere politische Heimat." Am Wahlabend hatte Grosz noch gemeint, das Bündnis werde "jedenfalls" weiter bestehen.

Kärntner Abgeordnete wollen bleiben

Auch wenn es das BZÖ ab Herbst nicht mehr geben sollte, wollen die beiden verbleibenden Abgeordneten der Orangen im Kärntner Landtag "auf jeden Fall selbstständig bleiben". Das sagte die Kärntner BZÖ-Chefin und Obfrau der Interessensgemeinschaft im Landtag, Johanna Trodt-Limpl, am Mittwoch zur APA. "Einem anderen Klub anschließen würden wir uns auf keinen Fall." Das BZÖ ist bis auf Kärnten in keinem Landtag mehr vertreten.

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