Politik

BZÖ rief Neustart mit Parteichef Grosz aus

Heute Redaktion
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Das BZÖ hat nach seiner Wahlschlappe bei der jüngsten Nationalratswahl mit einem außerordentlichen Bundeskonvent am Samstag in Linz seinen Neustart ausgerufen. Gerald Grosz wurde dabei mit 179 Stimmen und drei Enthaltungen von 182 Wahlberechtigten zum neuen Bundesobmann gekürt. Der bisherige Parteichef Josef Bucher war nach der Wahlschlappe vom 29. September und scharfer interner Kritik zurückgetreten.

Das BZÖ hat nach seiner Wahlschlappe bei der jüngsten Nationalratswahl mit einem außerordentlichen Bundeskonvent am Samstag in Linz seinen Neustart ausgerufen. Gerald Grosz wurde dabei mit 179 Stimmen und drei Enthaltungen von 182 Wahlberechtigten zum war nach der Wahlschlappe vom 29. September und scharfer interner Kritik zurückgetreten.

Grosz, der nach der Wahl für seine neue Aufgabe Laufschuhe überreicht bekam, sieht eine Stunde Null und die große Chance für einen Neubeginn. Er und andere verwiesen beim Bundeskonvent im Linzer Ars Electronica Center darauf, dass man 166.000 Wählern verpflichtet sei. Inhaltlich will er sich künftig auf die Themen flächendeckende Gesundheits- und Notversorgung, die Zusammenlegung von 22 Sozialversicherungsanstalten, Finanzierung der Pflege, Flat-Tax, Bemühungen um ausreichend Arbeitsplätze, die Klein- und Mittelbetriebe und Sicherheit konzentrieren.

Der neue Obmann gestand in seiner Rede ein, es seien Fehler gemacht worden, aber schon vor vier Jahren, als man sich nicht konsequent genug für den politisch heimatlosen Mittelstand eingesetzt habe und sich auch personell nicht durchringen habe können, sich von Altlasten zu befreien. Die Arbeit in der außerparlamentarischen Opposition ist für Grosz "kein Beinbruch". Er will, dass das BZÖ künftig kantiger und lauter wird, aber dabei niemals den Weg der intellektuellen Redlichkeit verlässt.

"Wir starten bei der Stunde 0 und müssen auch personell glaubhaft machen, dass wir die Fehler der Vergangenheit hinter uns lassen. Wir können in der derzeitigen Situation nur gewinnen", erklärte Grosz vor der Zusammenkunft auch den .

BZÖ soll Nummer 1 in Facebook & Co. werden

Grosz rief zu Geschlossenheit auf, zu Begeisterung und notwendigen Emotionen. Das Bündnis solle offener werden und die Menschen einladen, ein Stück des Weges mit ihm zu gehen. Es soll nach dem Willen von Grosz die Nummer 1 in den sozialen Netzwerken werden, wo man heute die Jugend abholen müsse und er will mehr Basisdemokratie. Tagespolitische Themen sollten von den Mitgliedern im Internet abgestimmt werden, darunter sein Vorschlag, bei den EU-Wahlen im kommenden Jahr anzutreten.

Unter den teilnehmenden 182 Mitgliedern befand sich der zurückgetretene Obmann Josef Buchner, der vom Publikum Standing Ovations und von den Rednern exzessives Lob für seine Tätigkeit verhielt. Die bisherigen Bucher-Stellvertreter Ursula Haubner und Herbert Scheibner beendeten in Linz ebenso ihre Tätigkeit und kündigten einen Generationenwechsel an. Ebenfalls in Linz dabei Generalsekretär Rainer Widmann, Peter Westenthaler und Sigisbert Dolinschek.

Generationswechsel vollzogen

Der Generationswechsel wurde mit der Wahl der Stellvertreter von Grosz vollzogen. Marianne Edlacher, eine in der Kommunalpolitik ihrer Heimatgemeinde Grafenstein in Kärnten tätige Zahnarztassistentin und der Obmann der BZÖ-Jugend und Stellvertreter der oö. Landesobfrau Ursula Haubner, der selbstständige Speditionskaufmann Florian Heimbucher aus Bad Hall erhielten ebenfalls große Zustimmung der Mitglieder.