Plastikkarten bekamen im traditionsbewussten Café Prückel am Wiener Stubenring bisher kein Visa. Doch nach der Neuübernahme durch ein Team rund um JP-Immobilien Chef Daniel Jelitzka hält ab Dienstag (9.1.) die Moderne Einzug. Nach über 100 Jahren können Melange, Einspänner und Mokka auch mit Kredit- und Bankomatkarte bezahlt werden. Vor allem die Touristen werden aufatmen, denn bisher war in dem legendären Café nur Bares wahres.
Das ist nicht die einzige Neuerung: Laut "Presse" wird der Kaffee-Vollautomat nun gegen eine Siebträgermaschine ersetzt. Das Ambiente bleibt unangetastet, denn die 1955 entworfene Einrichtung stehtunter Denmkalschutz. Geplant ist aber eine Modernisierung von Küche, WC, Technik und Lüftung. Auch neue Sitzbezüge werden derzeit noch überlegt.
Nach der Putzpause steht ab 9. Jänner 2024 erst einmal die nahtlose Fortführung des Betriebs an erster Stelle. "Jetzt, in den ersten Monaten liegt unser Fokus darauf, den Gästen gemeinsam mit unserem Team zu zeigen, dass das Café Prückel bleibt, wie es ist. Denn unser Anspruch ist es, das Café Prückel als lebendigen Ort der Wiener Kaffeehauskultur sowie der Offenheit und der Vielfalt für unser geschätztes Publikum zu bewahren und mit aller Sorgfalt in die Zukunft zu führen", versichern die neuen Geschäftsführer Thomas Hahn und Manfred Stallmajer. Zusätzlich bringen Michaela Klein und Helmuth Unger ("Wein Kaffee im Hochhaus", "Unger und Klein") ihre Erfahrung in den Betrieb ein.
Die beliebten Prückel-Klassiker bleiben auf der Speisekarte, versprechen die neuen Chefs. Dazu kommen nun die Zahlungskarten – und natürlich kann auch weiterhin bar bezahlt werden. Die "Cash only"-Hinweisschilder werden aber bis zur Wiedereröffnung am 9. Jänner entfernt sein.