Cannabis-Konsum löst bei Mann Dauer-Erektion aus

Ein Mann hält einen Joint. Symbolbild
Ein Mann hält einen Joint. SymbolbildBild: iStock
Ein 32-Jähriger musste mehrfach mit Dauererektionen ein Spital aufsuchen, nachdem er Marihuana geraucht hatte. Die Mediziner sprechen von einem einzigartigen Fall.
"Es ist der erste bekannte Fall eines Priapismus in Verbindung mit Cannabis bei einem Patienten bei dem alle anderen bekannten Ursachen ausgeschlossen werden konnten", berichtet das Ärzteteam des Coliseum Medical Centers in Macon, im US-Bundesstaat Georgia. Priapismus bezeichnet eine schmerzhafte Erektion des Penis die mindestens zwei Stunden anhält und unbehandelt schlimme Folgen haben kann.

Wie die Mediziner im "Journal of Cannabis Research" berichten, soll der 32-Jährige die Notaufnahme betreten haben und über eine bereits zwölf Stunden dauernde Erektion – ohne Zusammenhang zu möglicher sexuellen Aktivität – geklagt haben.

Droge löste Erektion aus

Zwei Wochen später sei der selbe Patient erneut mit dem selben Problem in der Notaufnahme erschienen. Diesmal dauerte die Erektion aber "nur" sechs Stunden. Im Spital konnten die Ärzte mittels Phenylephrin-Injektionen das Glied des Mannes zum Erschlaffen bringen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei der Anamnese erzählte ihnen der Amerikaner, dass er über die letzten Wochen regelmäßig Cannabis konsumiert hatte – das auch jeweils zwei Stunden vor seinen schmerzhaften Episoden.



Über ein halbes Jahr hinweg hatte der Patient immer wieder festgestellt, dass sein bestes Stück nach dem Drogenkonsum nicht zur Ruhe kam. Allerdings sei der erigierte Penis meist von selbst wieder abgeschwollen.

Rätsel um Ursache

Warum Cannabis bei dem 32-Jährigen zu einer Dauererektion führte, konnten die Mediziner nicht definitiv bestimmen. Der Patient erschien nicht mehr zu Folgebehandlungen.

Einer ihrer Theorien zufolge, könnte die Pflanze einen Stoff beinhalten, der im Gehirn die Signale zur Beendigung einer Erektion blockiert. Die zweite Möglichkeit sei, dass die Droge Auswirkungen auf den Blutfluss gehabt habe, das sich daraufhin im Penis des Amerikaners gestaut hatte.





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