Cannabis-Tester sind ein absoluter Flop

Testgeräte bei Cannabis ungenau. (Symbolbild)
Testgeräte bei Cannabis ungenau. (Symbolbild)Bild: Denise Auer

Die von der Polizei seit 2017 erprobten Drogenvortest-Geräte haben ein entscheidendes Manko: Sie sind viel zu ungenau bei der Erkennung von Fahrzeuglenkern, die Cannabis konsumiert haben.

Immer öfter zieht die Wiener Polizei bei ihren Schwerpunktkontrollen bis zu doppelt so viele Drogenlenker als Alkolenker aus dem Verkehr. In Wien jedoch haben die Beamten nun ein dringendes Problem.

Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber "Heute" bestätigt, wird man sich wohl von den Speichelvortest-Geräten verabschieden. Den Grund dafür erklärt Otmar Bruckner, im Innenministerium zuständig für die Verkehrssicherheit: "Alle drei getesteten Geräte sind kaum imstande, Cannabis-Spuren im abgenommenen Speichel verdächtiger Lenker zu erkennen."

Wenn man sich aber gerade bei der am häufigsten konsumierten Droge nicht auf das Ergebnis verlassen kann, hat man ein massives Problem. Derzeit werden neuere Geräte getestet, einen Praxiseinsatz hält Bruckner aber für unwahrscheinlich.

Ohnehin seien rund 40 Wiener Polizisten auf die Erkennung von verdächtigen Lenkern geschult worden. Bei Schwerpunktkontrollen ist ein Amtsarzt mit dabei.

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