"Caps-Ninja" Bauer: "War zu schnell für den Buzzer"

Caps-Crack Sascha Bauer bei "Ninja Warrior Austria"
Caps-Crack Sascha Bauer bei "Ninja Warrior Austria"GEPA, PULS 4_Kniepeiss
Eishockey-Crack ist ein harter Job – und Ninja Warrior? Caps-Crack Sascha Bauer wagte den Selbstversuch in der beliebten Puls4-Gameshow.

Das Ergebnis stellte Bauer aber nicht zufrieden. Bereits nach 38 Sekunden kam beim Hindernis "Pilzköpfe" das Aus. Im ausführlichen "Heute"-Talk spricht der Offensivspieler der spusu Vienna Capitals über seinen Start bei der Gameshow, die Gründe für das Scheitern, die Reaktion der Teamkollegen und die weiteren Aufgaben in der Eishockey-Liga.

"Heute": Wie bist du auf die Idee zum Auftritt bei Ninja Warriors gekommen?

Sascha Bauer: "Ich bin prinzipiell sehr sportbegeistert und habe mir beim Schauen der Sendung immer schon gedacht: Da möchte ich auch mitmachen! Ich habe mich dann spontan angemeldet und bin zum Casting eingeladen worden. Dort mussten drei Runden überstanden werden, unter anderem gab es Prüfungen im Weitsprung, Balance und Klimmzügen. Anscheinend habe ich bei diesen Tests überzeugt, denn sie haben mich als Kandidat in die Show reingenommen."

Wie hast du dich vorbereitet? Gab es Zeit und Gelegenheit, den Kurs zu testen?

"Ich habe mich nicht speziell vorbereitet, da ich im Sommer mit unserem Off-Ice-Training sowieso hart an den Grundlangen für die neue Saison arbeite. Den Kurs durfte ich nur kurz besichtigen, aber nicht ausprobieren."

Wie siehst du deinen Auftritt im Rückblick? Bist du zufrieden?

"Um ehrlich zu sein, ich bin alles andere als zufrieden. Ich bin den Parcours einfach zu schnell angegangen, habe überhastet versucht, über die 'Pilze' zu kommen. Leider habe ich mit der Hand auf einen der 'Pilze' gegriffen, was nicht erlaubt ist. Ich denke, falls ich diese Challenge überstanden hätte, dann wären meine Chancen auch gut gewesen, den Buzzer zu drücken. Es war ein bitterer Ausfall."

Wie haben deine Teamkollegen reagiert?

"Sobald ich meine Teilnahme offiziell verkünden durfte, habe ich natürlich auch meine Teamkollegen informiert, dass ich unter den Kandidaten bin. Um die Spannung aufrecht zu halten, habe ich ihnen aber nicht gesagt, wie weit ich komme. Sie haben mich toll gepusht, waren alle gespannt, welche Performance ich abliefern werde."

War es auch ein gutes Training fürs Eishockey?

"Nein, da gibt es keine Parallelen bezüglich des Trainings."

Wie denkst du über die Saison bisher, was sind die Gründe für den Holperstart der Caps?

"Wir hatten im Sommer sehr viele Abgänge. Insgesamt waren es 16 Spieler. So ein Umbruch benötigt Zeit. Dazu gab es auch noch kurz vor Trainingsstart einen Trainer-Wechsel. Wir mussten uns in den letzten Wochen somit erst als Team finden. Jetzt ist der Kader auch komplett und wir haben in den letzten Spielen gemerkt, dass wir ins 'Rollen' kommen. Eben, dass jeder das Spielsystem verinnerlicht, sich Linien herauskristallisieren und sich die Laufwege automatisieren. Klar war der Start in die Saison nicht so wie erwartet. Die Erwartungshaltung bei den Caps ist immer hoch – im Klub selbst, aber auch bei den Fans. Am vergangenen Wochenende, bei den Heimsiegen gegen Pustertal und Bratislava, haben wir Schritte in die richtige Richtung gemacht. Unsere Leistungskurve zeigt nach oben. Jetzt heißt es dranbleiben und am kommenden Wochenende diesen Trend bestätigen."

Wie bewertest du deine persönliche Leistung am Eis bis jetzt?

"Ich denke, dass ich meinen Job, den ich von Head-Coach Dave Barr aufgetragen bekommen habe, gut erledige. Ich mache viel Drecksarbeit, bringe viel Energie ins Spiel, versuche mit meiner Power das Momentum auf unsere Seite zu bringen. Eben so genannte 'Dreckarbeit', die sich nicht in Toren oder Assists widerspiegelt, aber für das Team enorm wichtig ist. Ich bin mir aber auch sicher, dass ich in den nächsten Spielen mal anschreiben werde."

An welchen Schrauben wird bei den Caps noch gedreht?

"Es gibt immer Punkte, die verbessert werden müssen. Mit den beiden Heimsiegen ist das Selbstvertrauen jetzt auch gewachsen. Besonders der 5:1-Heimsieg gegen Bratislava hat gezeigt, dass wir offensiv für ordentlich Wirbel sorgen und auch die Pucks im Netz versenken können. Wir müssen weiter darauf achten, dass wir keine Turn-Overs zulassen, den Puck beim Spielaufbau nicht leichtfertig herschenken und somit dem Gegner einfache Chancen schenken."

Was sind deine Erwartungen für die Spiele am Freitag gegen Salzburg und am Sonntag gegen Pustertal?

"Es werden wieder zwei harte Spiele. Mit Salzburg wartet ein Gegner, der personell richtig stark aufgestellt ist. Mit Ali Wukovits und Benni Nissner treffe ich auf zwei alte Freunde aus Caps-Zeiten. Mit Peter Schneider und Ty Loney haben sie auch noch zwei Ex-Spieler aus Wien im Kader. Wir müssen vom Start weg bereit sein und voll dagegenhalten. Dasselbe gilt auch für das Heimspiel am Sonntag gegen Pustertal. Wie gefährlich die Wölfe sind, haben sie uns im ersten Duell gezeigt, als wir in der Overtime mit 4:3 gewonnen haben."

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