Caritas hängt Skandal des Hungers an die Glocke

Hungersnot in Afrika
Hungersnot in AfrikaBild: Reuters (Symbolbild)
In Afrika leiden mehr als 20 Millionen Menschen an Hunger. Die Caritas setzt ein Zeichen und lässt heute die Kirchenglocken fünf Minuten lang läuten.
Die Caritas schlägt Alarm: Um Punkt 15 Uhr werden heute in mehr als 3.000 katholischen Kirchen vom Bodensee bis zum Neusiedler See die Glocken ganze fünf Minuten lang läuten. "Wir müssen den Skandal des Hungers an die große Glocke hängen", erklärt Caritas-Präsident Michael Landau in einer Pressekonferenz. "Es ist ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln, über den kirchlichen Rahmen hinaus", hält er fest und hofft, "dass es die Menschen wachrüttelt und jene, die sich bereits engagieren, ermutigt".

20 Millionen Menschen von Hungersnot bedroht



Kürzlich war Landau in Kenia und hat dort die schrecklichen Umstände, unter denen die Menschen leben, hautnah mitbekommen: Frauen müssen oft über 20 Kilometer bis zur nächsten Gesundheitsstation marschieren. Die Kinder bekommen nicht mehr als eine Schale Maisbrei am Tag zu essen. Nun will der Caritas-Chef mit der außergewöhnlichen Aktion auf die Hungersnot in Afrika, die mehr als 20 Millionen Menschen bedroht, aufmerksam machen.

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Mit "abgemagerten Kindern, verzweifelten Müttern, Menschen im Kampf zwischen Leben und Tod, verdörrten Feldern" will sich Landau nicht abfinden. Sein Ziel: 100.000 Menschen vor dem Hungertod retten. Das will er mit einem "Marshallplan für Afrika" erreichen. Der Auslandskatastrophenfond soll nach skandinavischem Vorbild aufgestockt werden. "Hunger ist kein Naturgesetz, Wegschauen keine Option", appelliert Landau. (adu)

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