Carles Puigdemont ist für 75.000 Euro freier Mann

Unterstützer empfingen Puigdemont vor der Justizvollzugsanstalt.
Unterstützer empfingen Puigdemont vor der Justizvollzugsanstalt.Bild: picturedesk.com

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont kommt ist für eine Kaution von 75.000 Euro wieder frei. Er hat am Freitag das Gefängnis verlassen.

Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hatte am Donnerstag zwar einen Auslieferungshaftbefehl erlassen, den Vollzug aber unter Auflagen ausgesetzt. Der Auslieferungshaftbefehl bezieht sich nur auf den Vorwurf der Veruntreuung, nicht den der Rebellion. Puigdemont kam deshalb am Freitag für eine Kaution von 75.000 Euro aus der Justizvollzugsanstalt Neumünster frei.

Musste ins Ausland flüchten

Puigdemont war Präsident der katalanischen Regionalregierung in Barcelona. Als solcher kämpfte der für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien. Die Regierung in Madrid war stets dagegen und bezeichnete das am 1. Oktober 2017 veranstaltete Referendum als verfassungswidrig. Die Abstimmung ging für die Unabhängigkeit aus, die Regierung in Madrid löste jedoch die katalanische Regierung auf. Puigdemont musste ins Ausland flüchten, um der Strafverfolgung durch die spanischen Behörden zu entgehen.

Fragezeichen über Auslieferung

Puigdemont ist schließlich am 25. März in Deutschland festgenommen worden. Beamte der Autobahnpolizei Schleswig-Holstein hätten Puigdemont bei der Einreise aus Dänemark an der Grenze gestoppt. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl. Unklar ist nun, ob Puigdemont trotzdem nach Spanien ausgeliefert wird. Zwar sei eine Ausliferung hinsichtlich des Vorwurfs der Rebellion "von vornherein unzulässig", allerdings gelte das nicht für den Vorwurf der "Korruption" in Form der Untreue. (red)

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