Burn-out brachte sie zur Musik

Caro Fux ganz offen: "Es war das tiefste, tiefste Loch"

Bei "Walek wandert" spricht die Dialektpop-Sängerin über ihren großen Triumph, eine schwere Zeit in ihrem Leben und ihre Oma.
Romina Colerus
20.08.2026, 15:40
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Für Caro Fux geht es zurück zu ihren Wurzeln. Gemeinsam mit Ö3-Moderator Tom Walek wandert die 33-jährige Steirerin von Mürzzuschlag auf die Ganzalm. Dabei bleibt viel Zeit für persönliche Gespräche.

Und Fux macht kein Geheimnis daraus, dass sie beim "Amadeus Austrian Music Award" im Frühjahr nicht einfach nur dabei sein wollte. In zwei Kategorien war sie nominiert, ausgezeichnet wurde sie schließlich als Songwriterin des Jahres.

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Ihr Umfeld hatte sie vor der Preisverleihung bereits vorgewarnt: "Ich wollte gewinnen. Meine Eltern und Freunde von mir waren mit. Und ich habe beim Hingehen zu ihnen gesagt: 'Ich sag’s euch gleich, wenn ich nichts gewinne, dann spinne ich'". Zum Glück musste niemand herausfinden, wie groß der Frust tatsächlich geworden wäre.

Eine wichtige Rolle im Leben der Sängerin spielt ihre Familie, allen voran Oma Helga. Die unterstützt die Karriere ihrer Enkelin, auch wenn deren Musikgeschmack nicht unbedingt ihr eigener ist. Als Fux sie einmal zu einem Konzert in Mürzzuschlag einladen wollte, kam eine ehrliche Absage: "Nein, ist nicht meine Musikrichtung".

Statt Dialektpop hört Oma Helga lieber Opern, Operetten und klassische Musik. An das Talent ihrer Enkelin glaubte sie trotzdem schon lange. "Sie sagt schon lange zu mir: 'Du bist für die Bühne.' Dass ich das halt kann, dass mir auf der Bühne immer was einfällt und ich die Leute unterhalten kann, das hat sie schon lange gesehen in mir."

Dass Fux heute als Sängerin und Songwriterin auf der Bühne steht, hat allerdings auch eine ernste Vorgeschichte. Die studierte Volksschullehrerin erlitt mit 27 Jahren ein Burn-out. Über diese Phase spricht sie bei der Wanderung sehr offen. "Es war das tiefste, tiefste Loch, das ich je gehabt habe."

Besonders belastend sei die völlige emotionale Leere gewesen. Fux zog sich damals immer mehr zurück. "Wenn du im Burn-out bist, dann bist du innerlich tot. Du empfindest keine Freude, du empfindest aber auch keine Trauer. Du empfindest nichts."

Nach einem Krankenhausaufenthalt und einer Therapie fand sie schließlich über die Musiktherapie zum Songschreiben und damit auch zu jenem Weg, der sie Jahre später bis zum Amadeus führen sollte.

Heute steht für Fux wieder die Freude am Leben im Vordergrund. Genau darum dreht sich auch ihre neue Single "Tätärä", die am 28. August erscheint.

"Es geht darum, dass unsere Gesellschaft manchmal wieder ein bisschen mehr Spaß vertragen könnte, vielleicht auch manchmal die ein oder andere Regel bricht, einfach weil es lustig ist. Leichtigkeit, das Leben genießen, tanzen, feiern. Es muss halt auch nicht immer alles ernst sein, oder?", erklärt sie.

Zu hören ist Caro Fux bei "Walek wandert" am Sonntag, 23. August, von 9 bis 11 Uhr auf Ö3.

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