Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß aus Baden-Württemberg hat nach seinem schweren Verkehrsunfall am 12. Juli eine "Auszeit" angekündigt. "Mein Amt als Bezirksvorsitzender der CDU Württemberg-Hohenzollern werde ich ruhen lassen und zur Wiederwahl nicht erneut antreten", schrieb Bareiß am Mittwoch in einer persönlichen Erklärung. Gegen den Politiker laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Laut Medienberichten gibt es den Verdacht, dass er beim Unfall unter dem Einfluss von synthetischen Drogen gestanden ist.
"Ich möchte hierzu zunächst mitteilen, dass ich mit der Staatsanwaltschaft Hechingen in vollem Umfang kooperieren und zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen werde", so Bareiß. Er ergänzte: "Ich habe in der vergangenen Zeit Entscheidungen getroffen, die ich sehr bereue und die die an mich zurecht gestellten Ansprüche nicht erfüllen." Weiter heißt es: "Die aus meinem Fehlverhalten entstandenen Folgen für die weiteren an dem Unfall beteiligten Personen bedaure ich zutiefst."
Der Unfall passierte auf einer Bundesstraße bei Hechingen. Insgesamt wurden dabei vier Menschen verletzt, darunter Bareiß selbst schwer. Gegen ihn wird laut mehreren Medienberichten wegen des Verdachts auf fahrlässige Gefährdung im Straßenverkehr und fahrlässige Körperverletzung ermittelt. Bei einer Blutuntersuchung wurde eine synthetische Substanz gefunden, die unter das Suchtmittelgesetz fällt. Sie steht laut SWR nicht im Zusammenhang mit einem Medikament. Am Freitag wurde Bareiß der Führerschein abgenommen.
Bareiß sitzt seit 2005 im Bundestag. Bis 2021 war er Staatssekretär im deutschen Wirtschaftsministerium. In der Diskussion rund um die Teillegalisierung von Cannabis hat er sich mehrfach klar gegen Drogen am Steuer ausgesprochen.