Am Montag hat die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf den großen Teilchenbeschleuniger LHC wie geplant um 6 Uhr abgeschaltet. Die Anlage soll in den kommenden vier Jahren umfassend modernisiert werden.
Mit stärkeren Magneten und verbesserten Detektoren wollen Forscher ab 2030 noch mehr Protonenkollisionen ermöglichen und damit den Geheimnissen des Universums weiter auf den Grund gehen. Der neue HiLumi-LHC wird voraussichtlich im Juni 2030 in Betrieb genommen.
Wie lessentiel.lu berichtet, verabschiedete sich das CERN mit den Worten: 'Mach’s gut, LHC, und danke für all die Kollisionen.' Kurz darauf wurde auf der offiziellen LHC-Seite der Status 'No beam' angezeigt – es gibt also keinen Protonenstrahl mehr im 27 Kilometer langen ringförmigen Beschleuniger.
Ab 2030 hoffen die Physiker, mit der modernisierten Technik endlich mehr über die Beschaffenheit der Dunklen Materie zu erfahren. Diese macht zusammen mit der Dunklen Energie etwa 95 Prozent des Universums aus, wurde aber bislang nie direkt nachgewiesen.