Chaos

Bild: Stadtkino
Friedenszeiten? Was ist das? Ist doch der Krieg in den Traumata der Vertriebenen allerorten allgegenwärtig.

In Damaskus legt eine Mutter dem ermordeten Sohn täglich frische Kleidung aufs Bett.

In Schweden bannt eine Geflüchtete manisch den erlittenen Schrecken in Collagen.

Eine andere in Wien verhält sich unauffällig, stumm, an der Grenze zum Verschwinden.

Ingeborg Bachmann liest ihr Gedicht "Exil" und gibt den vom Bodenlosen und vom Unsagbaren handelnden Bildern Halt; den wie verwischten, zittrigen, abschweifenden Bildern, in denen Identitäts- wie Heimatverlust sich abbilden. Ein Blick sorgenvoller Angst, durch Tränen, auf verlorene Seelen – beunruhigt, beunruhigend, zwingend.

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