In den Semesterferien werden die Skipisten unsicher gemacht - und das im wahrsten Sinne des Wortes: Selbstüberschätzung ist die Unfallursache Nummer eins, nur ein Prozent der Skifahrer aus Niederösterreich kennt alle zehn Pistenregeln. Dennoch: Eine klare Mehrheit spricht sich dafür aus, die Regeln jetzt gesetzlich zu verankern.
Ausweis mitführen, auf Sicht fahren, Verunfallten helfen - wer sich an die Pistenregeln hält, ist auf der sicheren Seite, denn schon heute werden sie vor Gericht als Norm verwendet.
74 Prozent der vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) befragten Skifahrer sprachen sich jetzt dafür aus, die Regeln nach Vorarlberg auch auf blau-gelbem Boden zum Gesetz zu machen, denn Hauptursache für Skiunfälle bleibt die Selbstüberschätzung. Das bestätigte auch ein Bremstest vor den Augen von KfV-Landeschef Helmut Kräutler, Helmi, und Landesrätin Petra Bohuslav am Semmeringer Zauberberg:
Im Schnitt waren die Skifahrer mit einer Wohlfühlgeschwindigkeit von Tempo 47 unterwegs und völlig erstaunt, dass sie etwa 70 Meter brauchten, um anzuhalten. Die Geschwindigkeit dem eigenen Können anpassen - auch so eine Pistenregel...
Jürgen Streihammer