Zwei Top-Spiele innerhalb von nicht einmal 48 Stunden, dazu mehr als zwölf Stunden Fahrzeit mit dem eigenen Auto. Schiedsrichter Altmann ist ein vielbeschäftigter Mann. Doch muss das sein?
Die Kollegen von 90 Minuten haben sich die Belastungen für den Unparteiischen genauer angeschaut. Aus seiner Heimat Wörgl fuhr er 400 Kilometer nach Graz hin und zurück, saß dabei jeweils ohne Pausen mehr als vier Stunden im Auto. Den Cup-Hit zwischen Sturm und dem LASK (1:0) pfiff der Tiroler souverän.
Am Samstag um 17:00 Uhr ist er beim Vorarlberg-Derby zwischen Lustenau und Altach im Einsatz. Abermals muss er mit dem Privatauto eine weite Strecke zurücklegen: 236 Kilometer und 2:40 Stunden Fahrzeit für eine Tour - und nach dem Match wieder nach Hause.
"Die Besetzung eines Schiedsrichters im genannten Zeitabstand ist möglich, wird aber tatsächlich nur in besonderen Situationen so gehandhabt", heißt es vom ÖFB auf Anfrage von 90 Minuten.
Für den ÖFB stellt die Belastung aber kein Problem dar, die Zuteilung soll für Altmann eher ein Lob sein: "Er wurde auch für das Vorarlberg-Derby besetzt, weil er nicht nur mit seinen Fähigkeiten als Spielleiter überzeugt hat, sondern auch mit seiner körperlichen Leistungsfähigkeit."