König Charles (77) räumt auf. Seit seiner Thronbesteigung hat der britische Monarch Dutzenden Personen ihre königlichen Auszeichnungen aberkannt. Unter den Betroffenen befinden sich namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Wirtschaft.
Die offizielle Liste des britischen Kabinettsbüros verzeichnet unter den 43 Aberkennungen vor allem den Entzug von 26 MBE-Medaillen (Member of the Order of the British Empire), gefolgt von zwölf OBEs (Officer of the Order of the British Empire), zwei CBEs (Commander of the Order of the British Empire) und einer Ritterwürde.
Der jüngste und prominenteste Fall betrifft den ehemaligen nordirischen Politiker Jeffrey Donaldson. Ihm wurde nach einer strafrechtlichen Verurteilung wegen schwerer Sexualdelikte an Kindern im Juli 2026 der Rittertitel entzogen.
Die britische Regierung entzieht die Auszeichnungen generell dann, wenn das Verhalten einer Person das Ansehen des Ordenssystems nachhaltig schädigt. Strafrechtliche Verurteilungen sind dabei ein häufiger Grund.
Mit seinem konsequenten Vorgehen zeigt König Charles, dass er beim Schutz der Integrität des königlichen Ehrensystems keine Kompromisse eingeht. Die hohe Zahl an Aberkennungen unterstreicht diesen strengen Kurs des Monarchen.