Ein Wochenend-Trip mit dem Sportwagen kommt einen 24-Jährigen jetzt teuer zu stehen. Statt Fahrspaß gab es ein Urteil am Straflandesgericht Graz.
Der Mann hatte sich ein Auto um 666 Euro ausgeliehen - bezahlt hat er aber nicht, das berichtet die Kleine Zeitung. Stattdessen fälschte er mit ChatGPT eine Einzahlungsbestätigung. Der Plan flog allerdings auf.
Vor Gericht zeigt sich ein widersprüchliches Bild. Eigentlich habe der Angeklagte "die Kurve gekratzt", meint Richterin Gudrun Schmitt. Er hat einen Job als Handwerker, ist zufrieden, verdient gut und zahlt Schulden zurück. Auch sein Bewährungshelfer bestätigt: "Er weiß jetzt, worum es geht."
Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Schon als junger Erwachsener wurde er wegen Urkundenfälschung verurteilt, später gab es eine bedingte Haftstrafe wegen Einbrüchen. "Ich war dumm und hatte falsche Freunde", sagt der 24-Jährige laut Kleine Zeitung.
Die Haft musste er damals doch antreten - weil er Termine beim Bewährungshelfer nicht eingehalten hatte. Und auch diesmal passierte der Fehler kurz nach seiner vorzeitigen Entlassung - mitten in der Probezeit.
"Haben Sie geglaubt, der Verleiher merkt nicht, dass kein Geld überwiesen wurde?", fragt die Richterin. Seine Antwort: "Nein. Ich weiß auch nicht. Ich kann es nicht erklären."
Ein Teil des Schadens ist bereits bezahlt, den Rest will er sofort begleichen. Der Autoverleiher wartet sogar vor dem Gerichtssaal auf ihn.
"Man würde sagen: Da steckt kriminelle Energie dahinter", so die Richterin. "Aber mit ChatGPT braucht man dafür nicht viel Energie."
Am Ende fällt ein klares Urteil: fünf Monate bedingt, zwei Monate unbedingt. Letztere könnten noch ausgesetzt werden, wenn der Schaden vollständig bezahlt wird. Dazu kommen Verfahrenskosten und strenge Auflagen.
Fünf Jahre lang muss der 24-Jährige jetzt regelmäßig zum Bewährungshelfer - damit er diesmal wirklich auf Kurs bleibt.