Studie enthüllt Tracking

ChatGPT und Co. geben deine Daten weiter

Eine neue Studie zeigt: Alle neun untersuchten KI-Chatbots teilen Nutzerdaten mit Werbetrackern - teils sogar ganze Chatverläufe.
Technik Heute
09.10.2026, 16:07
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Wer ChatGPT, Claude, Gemini oder andere beliebte KI-Chatbots nutzt, sollte aufhorchen: Die vermeintlich vertraulichen Gespräche mit der Künstlichen Intelligenz sind weit weniger privat als gedacht. Eine neue Studie des spanischen IMDEA Networks Institute zeigt nun alarmierende Ergebnisse.

Alle neun untersuchten Chatbot-Anbieter geben Nutzerdaten an Dritte weiter. Besonders kritisch: Fünf der neun Anbieter teilen sogar Permalinks zu den Konversationen mit Datentrackern. Da oft keine Zugangsbeschränkungen bestehen, könnten Dritte theoretisch komplette Unterhaltungen einsehen.

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Wie CHIP berichtet, geben drei von neun Anbietern sogar automatisch generierte Chat-Zusammenfassungen an Werbepartner weiter - teils mit sensiblen Inhalten wie Gesundheits- oder Gehaltsfragen.

44 Tracker identifiziert - Google führend

Die Forscher identifizierten insgesamt 44 Tracking- und Werbe-Drittanbieter. Google-Dienste sind bei allen KI-Anbietern am weitesten verbreitet, gefolgt von Meta, TikTok, Apple und X.

Wer hofft, sich durch Cookie-Ablehnung zu schützen, wird enttäuscht: Selbst dann bleiben 80,8 Prozent der Drittanbieter-Tracker aktiv. Auch kostenpflichtige Premium-Abos machen kaum einen Unterschied beim Tracking.

Inkognito-Modus hilft nicht

Problematisch ist auch, dass Nutzer über dauerhafte Kennungen eindeutig identifiziert werden können - selbst im Inkognito-Modus. Diese IDs heben die Anonymität faktisch auf und ermöglichen ein plattformübergreifendes Tracking.

tec,09.10.2026, 16:07