Welt

Chavez-Favorit Maduro knapper Wahlsieger

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:09

Nicolas Maduro, der das Präsidentenamt nach dem Tod von Hugo Chavez provisorisch bekleidete, hat die Präsidentschaftswahlen in Venezuela mit knappen Vorsprung von 51 Prozent gewonnen. Der Oppositionskandidat Henrique Capriles erkennt den Sieg nicht an.

Nicolas Maduro, der das Präsidentenamt nach dem Tod von Hugo Chavez provisorisch bekleidete, hat die Präsidentschaftswahlen in Venezuela mit knappen 51 Prozent gewonnen. Der Oppositionskandidat Henrique Capriles erkennt den Sieg nicht an.

Nicolas Maduro galt als Wunschkandidat des verstorbenen Staatschefs Hugo Chavez. Nach Angaben der Wahlbehörde CNE erhielt Maduro am Sonntag 50,66 Prozent der Stimmen, der Oppositionskandidat Henrique Capriles kam auf 49,07 Prozent. "Dies sind unbestreitbare Ergebnisse, die das Volk bestimmt hat", sagte Behördenchefin Tibisay Lucena bei einer Pressekonferenz.

Knapper als erwartet

"Heute können wir sagen, dass wir einen fairen Wahlsieg erreicht haben", erklärte Maduro nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Sein Sieg fiel allerdings deutlich knapper aus als erwartet. In Umfragen vor der Wahl hatte Maduro einen zweistelligen Vorsprung gehabt. Seine Anhänger feierten Maduros Sieg am Sonntagabend in der Hauptstadt Caracas bereits vor der offiziellen Verkündung des Wahlergebnisses.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 78 Prozent. Die Opposition konnte ihr Ergebnis im Vergleich zur Wahl im Oktober 2012 zwar deutlich um rund fünf Prozentpunkte verbessern. Zum Machtwechsel reichte es aber erneut nicht aus. Der Oppositionskandidat Henrique Capriles forderte allerdings eine Neuauszählung der Stimmen.

"Zahlreiche Unregelmäßigkeiten"

Es habe zahlreiche Unregelmäßigkeiten gegeben. Deshalb werde die Opposition die Ergebnisse der Wahlbehörde nicht anerkennen. Der Regierungskandidat Maduro habe die Wahl ganz klar verloren. Nun müsse jede Stimme erneut ausgezählt werden. In einigen Stadtvierteln von Caracas zogen wütende Bürger auf die Straßen und hämmerten mit Löffeln auf Kochtöpfe, um ihren Unmut über das offizielle Wahlergebnis kundzutun.

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