Ü. Sari, Präsident der Alevitischen Jugend Europas, erhebt nach einem Zwischenfall im Rahmen des Wien-Besuchs des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Die Beamten hätten ein Aufeinanderprallen von Aleviten und AKP-Sympathisanten nicht verhindert. Er selbst sei im Rahmen einer Kundgebung mit dem Tod bedroht worden. Die Polizei nahm 14 Randalierer fest.
des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Die Beamten hätten ein Aufeinanderprallen von Aleviten und AKP-Sympathisanten nicht verhindert. Er selbst sei im Rahmen einer Kundgebung mit dem Tod bedroht worden. Die Polizei nahm 14 Randalierer fest.
Der in Wien lebende Vorsitzende der Alevitischen Jugend Europas ergriff im Rahmen einer Kundgebung auf der Wagramer Straße bzw. der Reichsbrücke das Wort. Wie Ü. Sari im Gespräch mit "Heute.at" erklärte, habe er gesagt, er wolle nicht, dass Erdogan diese Werte nach Österreich importiert. Seine Politik sei radikal-islamisch und man fühle sich bedroht, hieß es in der Ansprache.
Plötzlich ging alles ganz schnell. Am Mexikoplatz warteten drei Männer auf ihn. Einer davon fotografierte ihn und schüttelte seine Hand. Dann bedrohte er Ü. Sari mit den Worten: "Morgen bist du tot". Bei dem Täter dürfte es sich um einen Tschetschenen gehandelt haben. Der Vorfall ereignete sich kurz, bevor die Gegner mit aufeinander losgingen.
Der 32-Jährige erstattet Anzeige bei der Polizei. Er kritisiert, dass die Polizei ein Zusammentreffen der verschiedenen Gruppen nicht verhindert hat.
mj, aj
Nächste Seite: Der Live-Ticker zum Nachlesen